Der CGM-Konzern

Die CompuGroup Medical AG Group (CGM) entwickelt und vertreibt effizienz- und qualitätssteigernde Software sowie Informationstechnologie-Dienstleistungen für die Healthcare-Branche. Das Unternehmen gehört zu den wichtigsten Akteuren in der Entwicklung von globalen eHealth-Lösungen und ist Marktführer in Deutschland und anderen europäischen Schlüsselmärkten. Die Software-Produkte und damit verbundenen Dienstleistungen von CGM unterstützen alle medizinischen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, medizinischen Laboren, Apotheken, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Die für die Krankenkassen und Pharmahersteller erbrachten Informationsdienstleistungen tragen zu einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen bei. Die Leistungen des Unternehmens stützen sich auf einen einzigartigen Kundenstamm, der aus Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern, Apotheken und sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens besteht. Mit Hauptsitz in Koblenz, Deutschland, verfügt das Unternehmen über eine breite und globale Reichweite mit Unternehmensstandorten in 19 Ländern und Kunden in 43 Ländern weltweit. Rund 4.000 hoch qualifizierte Mitarbeiter unterstützen die Kunden mit innovativen Lösungen bei den stetig wachsenden Anforderungen des Gesundheitssystems.

  • Der CGM-Konzern besteht aus vielen Unternehmen in verschiedenen Ländern, die alle direkt oder indirekt vom Mutterunternehmen CompuGroup Medical AG beherrscht werden. Eine vollständige Auflistung aller Konzernunternehmen und sonstigen Beteiligungen finden Sie in Abschnitt A des Anhangs zum Konzernabschluss. Die Tochterunternehmen in den jeweiligen Ländern dienen als Plattform für unsere Mitarbeiter vor Ort, die mit Aufgaben in den Bereichen Vertrieb und Marketing, Service und Support, Forschung und Entwicklung sowie mit der allgemeinen Verwaltung in unmittelbarer Nähe zu den Kunden und Märkten befasst sind. Unabhängig von den juristischen Unternehmenseinheiten wird der Konzern als einheitliches Unternehmen betrieben, wobei die Berichtswege und Entscheidungsbefugnisse durch die Geschäftssegmente und nicht durch die rechtliche Struktur vorgegeben werden.

  • CGM erbringt Leistungen für ein breites Spektrum an Gesundheitsdienstleistern, das von Allgemeinärzten über Gemeinschaftspraxen und Apotheken bis hin zu Krankenhäusern und medizinischen Laboren reicht. Außerdem bieten wir Produkte und Dienstleistungen zur Erleichterung der Vernetzung verschiedener Gesundheitsdienstleister an, mit welchen wir uns gezielt an Pharmaunternehmen, Kostenträger im Gesundheitswesen und Patienten wenden. Das Angebot baut auf einem Portfolio verlässlicher und benutzerfreundlicher Softwareanwendungen auf, welches durch ein breites Spektrum von Mehrwertdienstleistungen ergänzt wird, was die Vernetzung im gesamten Gesundheitswesen erleichtert. Unsere Lösungen sind auf spezifische Nutzerkreise zugeschnitten, wobei jeder Nutzerkreis besondere Anforderungen aufweist und über spezifische Erfolgsfaktoren verfügt. Diese Nutzerkreise bilden die Grundlage für die Segmentierung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots. Die folgenden sechs Geschäftssegmente umfassen unser gesamtes Portfolio an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen:

    Ambulatory Information Systems: Bei diesem Segment liegt der Schwerpunkt auf Praxismanagementsoftware und elektronischen Patientenakten für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte, medizinische Versorgungszentren und Ärztenetzwerke. Bei den Kunden handelt es sich im Allgemeinen um Primärversorgungsträger, die im Bereich der ambulanten Versorgung tätig sind und Gesundheitsdienstleistungen für ambulante Patienten erbringen, die eine Einrichtung des Gesundheitswesens aufsuchen und nach erfolgter Behandlung bereits am selben Tag wieder entlassen werden. Für diese Gesundheitsdienstleister werden die Produkte und Dienstleistungen in Form einer Komplettlösung zusammengestellt, die alle klinischen, verwaltungs- und finanztechnischen Funktionen abdeckt, die zum Betrieb einer modernen Gesundheitspflegeeinrichtung erforderlich sind. Die integrierte Softwarelösung sorgt für effiziente Strukturen im Sinne des Kunden im Hinblick auf die Verwaltung, Analyse und Verwendung von medizinischen Daten, die Organisation des Geschäftsbetriebs und die Erstellung von Rechnungen, einschließlich einer umfassenden administrativen Unterstützung und einer funktionellen Organisation der Arbeitsabläufe.

    Pharmacy Information Systems: Bei diesem Segment liegt der Schwerpunkt auf integrierten klinischen, administrativen und finanztechnischen Softwareanwendungen für Apotheken. Die Software und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen bieten genaue Informationen und Entscheidungshilfen zum Management der gesamten Arzneimittellieferkette, ausgehend von der Beschaffung und dem Versand von Medikamenten über das effiziente Management und die Kontrolle des Bestands bis hin zur Planung, Durchführung und Kontrolle der Einzelhandelsfunktion. Die sichere und kosteneffiziente Abgabe von Medikamenten an die Patienten wird durch fortschrittliche Medikamentensicherheits- und Kontrollfunktionen, Entscheidungshilfe-Tools zur Substitution durch Generika und Kostenoptimierungsstrategien gewährleistet. Außerdem bieten wir Verkaufsförderungsaktionen für Einzelhandelsgeschäfte und Online-Anbieter an, die durch papierbasierte und elektronische Kommunikation und Vermarktungslösungen unterstützt werden.

    Hospital Information Systems: Bei diesem Segment liegt der Schwerpunkt auf klinischen und verwaltungstechnischen Lösungen für den stationären Bereich, in dem Gesundheitsdienstleistungen über einen längeren Zeitraum (von einigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren) in hoch spezialisierten Sekundärpflegeeinrichtungen erbracht werden. Zum Kundenkreis gehören Akutkrankenhäuser, Rehabilitationszentren, soziale Einrichtungen, Krankenhausnetzwerke mit mehreren Standorten und regionale Pflegeorganisationen. Die Software und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen erleichtern die Patientenverwaltung, das Ressourcen- und Personalmanagement, die medizinische Dokumentation und Rechnungslegung sowie den Einsatz einiger klinischer Softwareanwendungen für verschiedene Fachabteilungen und Labore. Als Full-Service-Dienstleister verfolgt CGM einen integrierten Versorgungsansatz und stellt maßgeschneiderte Lösungen für praktisch alle Aspekte der Verwaltung, Planung und pflegerischen Versorgung in Sekundärpflegeeinrichtungen zur Verfügung.

    Communication & Data: Dieses Segment ist speziell auf Pharmaunternehmen ausgerichtet und ermöglicht ihnen mit Hilfe von Softwareschnittstellen, Gesundheitsdienstleistern Informationen zur Verfügung zu stellen. Außerdem sammelt und vermittelt CGM anonyme klinische Daten für Marktstudien, klinische Studien etc.

    Workflow & Decision Support: Dieses Segment ist speziell auf Kostenträger im Gesundheitswesen ausgerichtet (Krankenkassen, Pflegeinstitute und Organisationen der öffentlichen Hand). Es stellt ihnen mit Hilfe von Softwareschnittstellen einen Informationskanal zu Gesundheitsdienstleistern zur Verfügung. Informationen, bewährte Verfahren und klinische Richtlinien werden in die Arbeitsabläufe der Ärzte integriert, um die Entscheidungsfindung zu optimieren. Das ermöglicht es den Ärzten, hochqualitative und möglichst kosteneffiziente Leistungen zu erbringen. Weitere Beispiele für Angebote in diesem Segment sind klinische Entscheidungshilfesysteme sowie Arzneimittel- und Therapiedatenbanken für Gesundheitsdienstleister.

    Internet Service Provider: Dieses Segment ist speziell auf Gesundheitsdienstleister ausgerichtet (Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Krankenhäuser). Es stellt ihnen sichere Internet- und Intranetlösungen zur Verfügung, durch die ein sicherer Austausch medizinischer Daten gewährleistet wird.

    Die oben beschriebenen Geschäftssegmente bilden die Grundlage für unsere IFRS-Segmentberichterstattung (IFRS: International Financial Reporting Standards).

  • Die Geschäftstätigkeit der CompuGroup Medical AG umfasst die beiden Geschäftsbereiche Health Provider Services (HPS) und Health Connectivity Services (HCS) und die drei daraus resultierende Berichtspflichtige Segmente: HPS I, HPS II und HCS.

    Health Provider Services I (HPS I)

    Für den ambulanten Bereich (Praxissoftware): Moderne Informationssysteme zur Organisation medizinischer Daten für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker. Das Segment HPS I besteht aus dem beiden Geschäftssegmenten:

    • Ambulatory Information Systems (AIS)
    • Pharmacy Information Systems (PCS)

    Health Provider Services II (HPS II)

    Für den stationären Bereich (Kliniksoftware): Krankenhausinformationssysteme und Pflegeinformationssysteme. Das Segment HPS II besteht aus dem Geschäftssegment:

    • Hospital Information Systems (HIS)

    Health Connectivity Services (HCS)

    Produkte und Dienstleistungen, die die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen ermöglichen und Pharmaunternehmen, Kostenträger und Leistungserbringer ansprechen. Das Segment HCS besteht aus den drei Geschäftssegmenten:

    • Communication & Data (C&D)
    • Workflow & Decision Support (W&D)
    • Internet Service Provider (ISP)

    Zusätzlich wird zwischen den folgenden geografischen Regionen unterschieden:

    • Central Europe (CER): Deutschland, Luxemburg
    • Central Eastern Europe (CEE): Österreich, Schweiz, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Türkei
    • North Europe (NER): Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Großbritannien
    • South Europe (SER): Italien, Frankreich
    • United States and Canada (USC): USA, Kanada
    • Other (OTH): Südafrika, Malaysia, sonstige Regionen
  • Das Geschäftsmodell von CGM ist auf langfristige Nachhaltigkeit und Rentabilität ausgerichtet. Erlöse aus Softwarepflegeverträgen und sonstige wiederkehrende Umsätze gehören zu den primären Einnahmequellen. Die von CGM angebotenen Managed-Service-Verträge verdeutlichen den auf Dauer angelegten Charakter der Leistungen, die CGM für seine Kunden erbringt. Gegen die Zahlung von im Vorfeld festgelegten, planbaren Gebühren erhält der Kunde Produkte höchster Qualität, die durch erstklassigen Service und sofort verfügbare und kompetente Supportleistungen ergänzt werden. Investoren können dank des serviceorientierten Geschäftsmodells von CGM darauf bauen, dass künftige Erträge attraktiv sind und relativ gut vorhergesagt werden können.

    Basierend auf diesen Grundsätzen variieren die Markteigenschaften und die entsprechenden Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftssegmente erheblich. Die Segmente Ambulatory und Pharmacy Information Systems sind auf kleinere, niedergelassene Dienstleister abgestimmt, wobei es sich beim Kunden, Käufer, Entscheidungsträger und täglichen Softwarenutzer häufig um ein und dieselbe Person handelt. Die Vertriebszyklen und Entscheidungsprozesse sind kurz, und die Installation und Bereitstellung der Lösungen kann im Allgemeinen innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden. Bei den Erlösen aus Softwarepflegeverträgen und sonstigen wiederkehrenden Umsätzen handelt es sich um die Haupteinnahmequelle. Während der vergangenen Jahre blieb der Anteil wiederkehrender Umsatzerlöse beständig bei etwa 80 Prozent. Bei den sonstigen Erlösen handelt es sich um (einmalige) Erlöse aus Lizenzverkäufen, Schulungs- und Beratungsleistungen und sonstige Erlöse aus Drittparteilizenzen sowie der dazugehörigen Hardware, Ausstattung etc. Die Kundenbeziehungen sind langfristig ausgelegt.

    Das Segment Hospital Information Systems verfolgt ein projektorientiertes Geschäftsmodell, bei dem es sich beim Käufer, Entscheidungsträger und täglichen Nutzer in der Regel nicht um ein und dieselbe Person handelt. In diesem Segment sind die Kunden zumeist Krankenhausverwaltungen (IT-Abteilung oder Beschaffungsabteilung), die Verwaltung einer Krankenhauskette oder sonstige Betreiber von Krankenhausnetzwerken, eine regionale Pflegeorganisation oder eine regionale Organisation der öffentlichen Hand. In Europa befinden sich die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zumeist in öffentlicher Hand und werden vom öffentlichen Sektor betrieben. Daher unterliegen sie bestimmten Auftragsvergabevorschriften mit langer Vorlaufzeit und langen Entscheidungszyklen. Bis zur Installation und Bereitstellung von Softwarelösungen kann es einige Monate oder auch mehrere Jahre dauern. Im Vergleich zu den Ambulatory und Pharmacy Information Systems ist der Umfang der Beratungsleistungen und sonstigen professionellen Dienstleistungen deutlich höher. Die Erlöse aus Softwarepflegeverträgen und die sonstigen wiederkehrenden Umsätze tragen gegenwärtig etwa 45 Prozent zu den Segmenterlösen bei. Die Kundenbeziehungen sind langfristig ausgelegt.

    Das Geschäftsmodell des Segments Communication & Data basiert auf Kooperationsvereinbarungen (üblicherweise mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten), Gelegenheitswerbung (fortlaufend) und Projekteinnahmen für die Sammlung und Vermittlung von klinischen Daten. Die Umsatzerlöse aus dem Segment Workflow & Decision Support basieren auf Projektgeschäften (Lizenzgeschäfte und professionelle Dienstleistungen), auf der Softwarewartung, dem technischen Support sowie auf performanceabhängigen Erlösen (auf Grundlage der Kosten und Qualität der Leistungen für die Patienten). Das Geschäftsmodell des Segments Internet Service Provider basiert auf Abonnements, aus denen praktisch alle Erlöse in diesem Segment generiert werden.

    Externe Faktoren, die das Geschäft beeinflussen

    Der Gesundheitsmarkt ist im Allgemeinen ein großer und wachsender Markt mit einem belastbaren Profil in Bezug auf die Konjunkturzyklen. Im Hinblick auf Größe und Wachstum ist festzustellen, dass weltweit jährlich etwa USD 6,5 Billionen für Gesundheitsdienstleistungen ausgegeben werden. Im Jahr 2012 verschlangen die Gesundheitsausgaben 17.2 Prozent des US-Bruttoinlandsproduktes, was der größte Anteil eines Landes im weltweiten Vergleich war. In der EU beliefen sich die durchschnittlichen Gesundheitsausgaben auf etwa 9 Prozent, wobei die Top 3 der Länder mit den höchsten Ausgaben (Niederlande, Deutschland, Frankreich) jeweils etwa 12 Prozent des BIP aufgewendet haben. Außerdem müssen Gesundheitsdienstleister immer ausgefeiltere und kostenintensive Behandlungsmethoden für die alternde Bevölkerung anbieten. In vielen Teilen der Welt steigen die Kosten im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen gegenwärtig vier- bis fünfmal stärker als die Löhne und die Inflation. Auch in Zeiten des Wirtschaftsabschwungs benötigen die Menschen medizinische Hilfe und Arzneimittel zur Behandlung ihrer Krankheiten. Dementsprechend wird eine Geschäftstätigkeit im Gesundheitssektor oft als wenig angreifbar angesehen, da die Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich unentbehrlich sind. Durch die beständige Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen ist dieser Sektor weniger anfällig für Konjunkturschwankungen.

  • Im Berichtsjahr veränderte sich die Konzernzusammensetzung durch mehrere kleine Akquisitionen, die nachfolgend erläutert werden. Informationen zu kleineren Unternehmenserwerben, Verschmelzungen und Namensänderungen, die keine wesentliche materielle Veränderung im Konzern darstellen, sind im Konzernanhang, Abschnitt A, dargestellt.

    Akquisition Ärztenachrichtendienst Verlags-AG, Deutschland

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 erlangte die 100 prozentige Tochtergesellschaft der CGM AG CompuGroup Medical Deutschland AG die Kontrolle über die Dr. Ralle Medienholding GmbH (ehemals Perikles 20124 Vermögensverwaltung GmbH). Es handelt sich um eine Holdinggesellschaft mit dem Unternehmenszweck der Verwaltung von erworbenen Beteiligungen. Dr. Ralle Medienholding wurde ursprünglich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben. Im Laufe des Berichtsjahres wurde jedoch der Plan gefasst, das Unternehmen in zwei separate Unternehmen aufzuteilen: die „InterM“, die weiterhin zu CGM gehören wird, und die Ärztenachrichtendienst Verlags-AG (ÄND), die zur Veräußerung steht. Die Anteile an der ÄND erfüllen die Kriterien von IFRS 5 zur Klassifizierung als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“. Die erworbenen Vermögenswerte in ÄND betrugen insgesamt EUR 0,4 Mio. und die erworbenen Schulden EUR 0,2 Mio. Diese werden in der Konzernbilanz unter Vermögenswerte bzw. Schulden, die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören, ausgewiesen. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden daher nicht in der Unternehmenserwerbstabelle aufgeführt. Die Konsolidierung von InterM erfolgte zum 1. Januar 2013. Das Geschäft erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Umsatz von EUR 1,2 Mio. und ein EBITDA von EUR 0,7 Mio.

    Akquisition Studiofarma Srl und Qualità in Farmacia Srl, Italien

    Im Juli schloss die 100 prozentige Tochtergesellschaft der CGM AG, CompuGroup Medical Italia SpA, einen Vertrag über den Erwerb von Mehrheitsanteilen des italienischen Marktführers für Apothekensoftware, Studiofarma Srl (Brescia), und seines größten Vertriebspartners, Qualità in Farmacia Srl (Novara). Die Konsolidierung erfolgte zum 1. August 2013. Die Unternehmen erwirtschafteten im Berichtszeitraum einen Umsatzbeitrag von EUR 7,3 Mio. und ein EBITDA von EUR 0,4 Mio.

    Akquisition Imagine Gruppe, Frankreich

    Am 16. Dezember 2013 schloss CompuGroup Medical AG einen Vertrag zum 100%igen Erwerb der Anteile der Imagine-Gruppe in Frankreich, der zum 16. Januar 2014 wirksam wurde. Anzahlungen von EUR 18,0 Mio. wurden bereits im Dezember 2013 von der CompuGroup Medical AG geleistet.

    Die Imagine Gruppe besteht aus den Unternehmen Imagine Editions SAS und Imagine Assistance SARL, beide mit Sitz in Soulac Sur Mer (Frankreich). Die Unternehmen bieten mit „HelloDoc“ ein Softwareprodukt für niedergelassene Ärzte, Kinderärzte und Zahnärzte an. Die Software wird derzeit von etwa 20.000 Ärzten genutzt. Mit diesem Erwerb verdoppelt CGM seine Marktpräsenz in Frankreich und bedient dort nun ca. 40 Prozent der mit IT-Systemen ausgestatteten Arztpraxen. Die Imagine Gruppe erwirtschafte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von ca. EUR 7,7 Mio. und ein EBITDA von ca. EUR 0,9 Mio.

  • Das unveränderte strategische Ziel von CGM ist es, die Position des Unternehmens als führender internationaler Anbieter von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen weiter auszubauen. Die Kernelemente der Unternehmensstrategie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • Ausbau des Kundenstamms bei Ärzten, Zahnärzten und Apothekern durch Übernahmen sowie durch organisches Wachstum
    • Organisches Wachstum durch den Vertrieb neuer Produkte und Dienstleistungen an bestehende Kunden sowie zusätzliche Umsatzerlöse aus dem Geschäft mit Pharmaunternehmen, Kostenträgern und anderen Akteuren im Gesundheitswesen
    • Kontinuierliche Technologie- und Innovationsführerschaft
  • Das interne Steuerungssystem basiert auf einer Reihe von Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs). Die KPIs, die beim Management unserer Performance zum Einsatz kommen, werden von unseren drei Hauptzielen abgeleitet:

    1. Wachstum
    2. Return on Capital
    3. Nachhaltigkeit

    Bei jeder Ermittlung von Fundamentalwerten ist das Wachstum der entscheidende Faktor für den monetären Wert. Außerdem, und auch wegen des inhärenten wirtschaftlichen Nutzens, wirkt das Wachstum als Multiplikator bei der Preisbildung auf dem Aktienmarkt. Wachstum bietet aber auch Vorteile, die über ökonomische Gleichungen hinausgehen. Wachstum schafft Karrieremöglichkeiten, ermöglicht die Weiterentwicklung des Unternehmens und motiviert die Mitarbeiter. In Bezug auf unsere Kunden sorgt das Wachstum dafür, dass wir mehr in unsere Produkte und Dienstleistungen investieren und unsere Technologieinvestitionen auf eine breitere Basis für die Generierung von Umsatzerlösen verteilen können. Letztendlich ist das Wachstum für alle CGM-Interessengruppen von großer Wichtigkeit: für unsere Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre.

    Zusätzlich zum organischen Wachstum setzt CGM Akquisitionen zur Weiterentwicklung des Geschäfts ein. Daher benötigt das Unternehmen eine Kennzahl, mit der ein effizienter Kapitaleinsatz gewährleistet werden kann. Der Return on Capital (ROC), die Rendite auf das eingesetzte Kapital, erfasst gleichzeitig eine verbesserte Rentabilität in der Gewinn- und Verlustrechnung und eine höhere Effizienz in der Bilanz und sorgt dafür, dass sich das Management auf die kontrollierbaren Treiber des intrinsischen Werts konzentriert. Diese Kennzahl steht außerdem im Einklang mit den Informationen, die wir aus der umfassenderen Kapitalwertanalyse erhalten und ist gleichzeitig ein hilfreicher Maßstab beim Rentabilitätsvergleich einzelner Geschäftssegmente und Unternehmenseinheiten auf Grundlage des jeweils eingesetzten Kapitals.

    Die langfristige Existenzfähigkeit und Nachhaltigkeit des Unternehmens wird als weiterer Wert von fundamentaler Bedeutung für alle CGM-Stakeholder angesehen. Die Geschäftstätigkeit basiert auf langfristigen Kundenbeziehungen, wobei die Erlöse aus Softwarepflegeverträgen und wiederkehrende Umsätze aus Dienstleistungen die Haupteinnahmequelle darstellen. Jede relevante Möglichkeit zur Messung und Sicherung der Größe und Entwicklung des Kundenstamms, sowie der Größe des Portfolios an wiederkehrenden Umsatzerlösen findet Berücksichtigung. Wir sind uns auch der Bedeutung unserer Mitarbeiter als Arbeitskräfte mit einzigartigen Kenntnissen, als Erfahrungsträger und Beständigkeitsgaranten in Kundenbeziehungen bewusst. Daher suchen wir nach spezifischen Möglichkeiten zur Messung und Steigerung des Engagements unserer Mitarbeiter im Sinne unseres Nachhaltigkeitsanspruchs. Unsere technische Innovationsfähigkeit und die Fähigkeit zum Aufbau strategischer Partnerschaften sorgen ebenfalls für die Sicherung der langfristigen Zukunftsperspektiven unseres Unternehmens.

    Ein umfangreicher Katalog von finanziellen und sonstigen Leistungskennzahlen wird aus unseren drei Hauptzielen abgeleitet (siehe oben). Im Jahr 2013 haben wir die folgenden Kennzahlen (Key Performance Indicators bzw. kurz "KPI's") im Rahmen unseres Leistungsmanagements eingesetzt. Falls keine abweichenden Angaben vorliegen, handelt es sich bei allen Finanzdaten um geprüfte Zahlen aus dem IFRS-konformen Konzernabschluss:

    Umsatzerlöse/Umsatzwachstum: Diese Kennzahl gibt den bestmöglichen Einblick in unsere Fähigkeit zur Erfüllung des primären Wachstumsziels. Die absolute Größe von CGM wird intern durch die Umsatzerlöse mit Dritten („Umsatz“) definiert. Das Wachstum wird als Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich definiert, also im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor zwölf Monaten, und als prozentualer Anteil angegeben.

    Wiederkehrende Umsatzerlöse/Wachstum der wiederkehrenden Umsatzerlöse: Unsere wiederkehrenden Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus sämtlichen Softwarewartungsverträgen sowie Abonnements von Dienstleistungen wie Internetzugängen (ISP), Elektronischem Datenaustausch (Electronic Data Interchange, EDI) und -verarbeitung, Business Process Outsourcing, Data Center Hosting, Softwarelizenzen, Hardware-Bereitstellung, Hardware Miete etc. Die Haupteinnahmequelle in Bezug auf wiederkehrende Umsatzerlöse ist der Bereich der Softwarewartung, in dem die Kunden Gebühren dafür entrichten, dass sie Software-Updates und -Erweiterungen sowie einen Zugang zur Support-Hotline erhalten.

    TEUR 2013 2012 Quelle
    Softwarepflege und sonstige wiederkehrende Erlöse 300.613 284.702 Konzernanhang, Erläuterung 19
    Hardware Miete (non-IFRS) 5.623 5.537 Interne Rechnungslegung
    Wiederkehrende Umsatzerlöse 306.236 290.239  
    Wachstum (in %) 5,5%    

    Organisches Wachstum: Als organisches Wachstum wird das Umsatzwachstum im Vorjahresvergleich bezeichnet, bereinigt um Erlöse aus Erwerbsvorgängen mit erstmaliger Konsolidierung innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Das organische Wachstum ist ein wichtiger Bestandteil unserer allgemeinen Wachstumsstrategie. Es stellt außerdem eine wichtige Kennzahl für unsere Fähigkeit dar, im Hinblick auf unsere Akquisitionen Mehrwert zu erzeugen.

    TEUR 2013 2012 2011 Quelle
    Umsatzerlöse Konzern 459.555 450.582 397.329 Gewinn- und Verlustrechnung
    Lauer-Fischer 01.01 – 30.06   27.090   Interne Rechnungslegung
    Microbais 01.01 – 31-12   10.506   Interne Rechnungslegung
    Effepieffe 01.01 – 31.12   1.509   Interne Rechnungslegung
    Studiofarma/QF 01.08 - 31.12 7.319     Unternehmenserwerbe
    InterM (ÄND) 01.01. – 31.12 1.170     Unternehmenserwerbe
    Sonstige 2013 1.218     Unternehmenserwerbe
    Organischer Umsatz Konzern 449.848 411.477 397.329  
    Organisches Wachstum (in %) -0,2% 3,6%    

    EBITDA/EBITDA-Marge: Die betriebswirtschaftliche Kennzahl EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization/Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ist ein guter Indikator für unsere reine Fähigkeit zur Erzeugung von Cashflows vor der Berücksichtigung von Ausgaben in Verbindung mit Besteuerung, Investitionen und Finanzierung. Dieser Indikator ist besonders relevant beim Vergleich von Segmenten und Unternehmenseinheiten, da es sich sowohl bei der Kapitalbeschaffung als auch bei größeren Investitionen (insbesondere bei Unternehmenserwerben) sowie bei der Besteuerung um Verantwortlichkeiten auf Konzernebene handelt, die keinen direkten Einflüssen durch die Unternehmenseinheiten unterliegen. Dementsprechend handelt es sich auch bei der EBITDA-Marge, die als EBITDA im Verhältnis zu den Umsatzerlösen definiert und in Prozent angegeben wird, um einen guten Indikator der operativen Rentabilität.

    Cash Net Income: Als Cash Net Income wird der ausgewiesene Konzernjahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Abschreibungen auf selbst erstellte Software bezeichnet. Diese Kennzahl wird verwendet, um die Barliquidität abzuschätzen, nachdem alle Ausgaben im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit und zur Erhaltung des organischen Wachstums getätigt worden sind, einschließlich der ausgewiesenen Steuern, Finanzerträge und -aufwendungen.

    TEUR 2013 2012 Quelle
    Konzernjahresüberschuss 21.718 30.423 Gewinn- und Verlustrechnung
    Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme selbst erstellter Software 28.912 28.644 Entwicklung immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
    Wertminderung Geschäfts- oder Firmenwerte 954 1.020 Entwicklung immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
    Cash Net Income 51.663 60.087  

    Leverage: Fremdfinanzierung und Leverage bilden einen wichtigen Indikator auf Konzernebene, um die Kapitalkosten innerhalb der Group zu optimieren. Als Leverage wird das Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA bezeichnet, wobei die Nettoverschuldung aus den kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kreditinstituten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ermittelt wird.

    Return on Capital: Der Return on Capital berechnet sich als Quotient aus dem operativen Ergebnis nach Steuern und dem eingesetzten Kapital zu Beginn des Jahres. Das operative Ergebnis nach Steuern berechnet sich aus dem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) abzüglich des nominalen inländischen Steuersatzes (30%). Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus der Summe der Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten, die keine kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten darstellen, und liquider Mittel. Im eingesetzten Kapital demnach nicht enthalten ist das Working Capital, welches durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten zur Verfügung steht und auf das keine Zinsen oder sonstigen Renditen zu zahlen sind. Darüber hinaus geht man davon aus, dass eine im laufenden Geschäftsjahr getätigte Investition gewöhnlich erst im Folgejahr Gewinne erwirtschaften wird. Die Kennzahlen werden jeweils zum Ende des Geschäftsjahres berechnet.

    TEUR 2013 2012 2011 Quelle
    Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 56.828 64.155   Gewinn- und Verlustrechnung
    Operatives Ergebnis nach Steuern 39.780 44.909   EBIT x (1 – 30%)
    Eingesetztes Kapital   505.403 500.195 a – b + c – d
    a. Vermögenswerte   651.284 640.714 Bilanz
    b. Kurzfristige Verbindlichkeiten   173.508 152.286 Bilanz
    c. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   46.580 35.746 Bilanz
    d. Zahlungsmittel und Zahlungsmit-teläquivalente   18.953 23.979 Bilanz
    Return on Capital (%) 7,9% 9,0%   Operatives Ergebnis nach Steuern
    Eingesetztes Kapital(t-1)

    Unser Zugang zu einem großen und weiterhin wachsenden Kundenstamm, der Ruf, den wir uns bei unseren Kunden erarbeitet haben, und unsere Fähigkeit zur Kundenunterstützung durch hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter gehören zu den wichtigen nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren zum Erreichen unserer Hauptziele. Im Jahr 2013 haben wir im Rahmen unseres Leistungsmanagements die folgenden nicht-finanziellen Leistungsindikatoren eingesetzt:

    Kundenstamm: Der Kundenstamm ist ein wichtiger Maßstab zur Beurteilung unserer Größe und unserer relativen Bedeutung im Gesundheitssektor. Als Kundenstamm wird die Anzahl der Gesundheitsdienstleister (Ärzte, Zahnärzte, Apotheker) bezeichnet, die CGM-Software und -Leistungen nutzen. Die Anzahl wird innerhalb der CRM-Systeme ermittelt, die von unseren Vertriebs- und Kundendienstabteilungen eingesetzt werden.

    CGM verfügt über ein umfassendes Planungs- und Leistungsmanagementsystem, das die oben aufgeführten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beinhaltet. Eine konzernweite und auf die individuellen Anforderungen von CGM angepasste Planungs- und Reporting-Software fasst die finanziellen und leistungsbezogenen Informationen zusammen und stellt sie den Führungskräften zur Verfügung. Die bedeutsamsten KPIs werden genau überwacht und in Form eines monatlichen Berichtspakets, das auch die Planungsziele enthält, an die Führungskräfte kommuniziert. Im Rahmen eines weltweiten Strategie-Meetings finden monatlich Gruppengespräche zwischen Vorstand und zweiter Führungsebene in der Konzernzentrale in Koblenz statt. Zusätzlich führt der Vorstandsvorsitzende im Zuge des monatlichen Treffens persönliche Gespräche mit den Segmentmanagern. Im Fall von negativen Planabweichungen werden detaillierte und tiefer greifende Analysen erstellt, um Ursachen zu ermitteln und korrigierende Maßnahmen einzuleiten.

  • Die Softwareentwicklung im CompuGroup Medical-Konzern ist in der Regel zentral organisiert und untergliedert sich in die vier nachfolgend erläuterten wesentlichen Bereiche und Aufgabengebiete:

    • Entwicklung einzelner Komponenten der bestehenden Ambulatory Information Systems und Pharmacy Information Systems, die sowohl zentral als auch dezentral entwickelt werden.
    • Entwicklung von Plattformprodukten, welche als eigenständige Produkte über Schnittstellen in die Arzt- oder Zahnarztinformationssysteme eingebunden werden. Beispiele sind elektronische Archivsysteme oder Systeme zur Terminverwaltung und Organisationsoptimierung.
    • Entwicklung einer neuen Generation von Arztinformationssystemen sowie Entwicklung eines neuen Krankenhausinformationssystems, die auf einem gemeinsamen Datenmodel und Technologieplatform (G3) aufbauen. Die Trennung zwischen Geschäftslogik und Benutzeroberfläche ermöglicht die Realisierung von Kernfunktionen mit einmaligem Entwicklungs- und Wartungsaufwand, die dann durch verschiedene Produkte und deren produktindividuelle Benutzeroberflächen verwendet werden.
    • Entwicklung von innovativen Softwarelösungen im Produktbereich der Software Assisted Medicine (SAM).

    Zunehmend werden einzelne Komponenten durch zentrale Entwicklerteams sektorübergreifend bearbeitet. Schulungen durch externe Referenten stellen sicher, dass die Teams auf dem aktuellen Stand der technologischen Entwicklung bleiben. Die Konzerngesellschaften arbeiten kontinuierlich daran, den Kunden stets modernste Softwarelösungen und Dienstleistungen anbieten zu können. Zur Sicherung der Qualität der angebotenen Produkte arbeiten unsere Entwicklerteams mit modernsten Tools unter Berücksichtigung international anerkannter Standards.

    Künftige von der CompuGroup Medical entwickelte Softwaregenerationen werden dadurch gekennzeichnet sein, dass sie über eine individualisierte und auf die einzelnen Produktlinien der CGM angepasste Frontend-Lösung verfügen, während die dahinter liegenden Backend-Module für alle wesentlichen Produktlinien plattformübergreifend entwickelt werden. Man kann hier von einer Art „Baukasten-Prinzip“ sprechen. Mittelfristig bedeutet dies, insbesondere für den Backend-Bereich, eine möglichst weitgehende Zentralisierung der Entwicklungstätigkeiten. Die Entwicklung und Aktualisierung des Frontend-Bereichs verbleibt hingegen bei den Tochtergesellschaften, die nah am Markt und an den Kunden sind.

    Aktivierte Eigenleistungen des Konzerns

    Entsprechend den Vorschriften des IAS 38 werden die Entwicklungsleistungen für selbst erstellte Software (2013 ca. 280.000 Stunden bzw. EUR 9,4 Mio.) aktiviert. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013 auf aktivierte Entwicklungsleitungen beliefen sich auf EUR 3,6 Mio. Der überwiegende Teil dieser Entwicklungsleistungen resultiert aus dem Neuentwicklungsprojekt G3.HIS (Neuentwicklung eines Hospital Information Systems), das von mehreren Konzerngesellschaften durchgeführt wird. Der überwiegende Teil aller Entwicklungsstunden führte zu Aufwand im laufenden Jahr. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die nicht aktivierungsfähigen Anpassungen/laufenden Verbesserungen der Softwareprodukte an neue und/oder geänderte gesetzliche bzw. vertragliche Vorschriften. Je nach Fachgebiet bzw. aktuellen Reglementierungen sind Updates in der Regel einmal im Quartal notwendig. Der Anteil aktivierter Entwicklungskosten an den gesamten Softwareentwicklungs- und -pflegekosten beläuft sich auf 11 Prozent. Im Konzern arbeiteten in 2013 durchschnittlich 1.239 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Softwareentwicklung und -pflege.