Wirtschaftsbericht

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld

    Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es keine wesentlichen Veränderungen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit von CGM, die auf Veränderungen des weltwirtschaftlichen Umfelds zurückzuführen sind. Das liegt teilweise an der Belastbarkeit und wirtschaftlichen Stabilität des Gesundheitssektors und am robusten Geschäftsmodell von CGM, aber auch am relativ stabilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld der wichtigsten Märkte von CGM, bei denen es sich um die europäischen Märkte (insbesondere den deutschen Markt) und den US-Markt handelt.

    Die OECD hat in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick vom November 2013 eine Analyse der wichtigsten konjunkturellen Entwicklungen im Jahr 2013 veröffentlicht. Das globale Handelswachstum hat in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Halbjahr des Jahres 2012 dank der stärkeren Endnachfrage in den wichtigsten OECD-Ländern zugenommen. In den USA und in Japan blieb das Wachstum der Konsumausgaben bei stetigen Verbesserungen der Haushaltsbilanz stabil, wobei diese Verbesserungen auf das starke Wachstum bei den Vermögenspreisen und auf Verbesserungen der Arbeitsmarktzahlen sowie auf den substanziellen Schuldenabbau zurückzuführen sind. Letzter wurde in den USA von Institutionen unterstützt, die ihre Bereitschaft zum Schuldenerlass gezeigt haben. In Deutschland stabilisiert sich das Wirtschaftswachstum dank der Binnennachfrage weiter. Reallohnsteigerungen und eine niedrige Arbeitslosenquote sollten zur weiteren Stärkung des Konsumwachstums beitragen, während die steigende Zuversicht bezüglich einer Erholung der Eurozone sowie das niedrige Zinsniveau zu einem Investitionsschub führen sollten. In den anderen Ländern der Eurozone (außer Deutschland) blieb die Nachfrage der privaten Haushalte weitaus gedämpfter, was auf eine Mischung von Faktoren wie schwache Einkommenszuwächse, hohe Arbeitslosigkeit, Wertverluste bei den Immobilien und Schuldenabbau zurückzuführen ist, der in manchen Volkswirtschaften jedoch erst noch begonnen werden muss.

    Die erhebliche Verschlechterung der finanziellen Bedingungen in den wichtigsten Schwellenländern (mit Ausnahme von China) ist eine bedeutende Entwicklung des Jahres 2013. Zu dieser Verschlechterung kam es in den Monaten Mai bis August, als die langfristigen US-Zinssätze anstiegen, da es Hinweise darauf gab, dass die Federal Reserve früher als erwartet damit beginnen könnte, ihr Anleihekaufprogramm zurückzufahren. Daraufhin kam es zu Kapitalabwanderungen und es wurden Schwachstellen aufgedeckt, die in einigen Schwellenländern entstanden waren. Verstärkt durch Bedenken im Hinblick auf Wachstumseinbrüche, anhaltend hohe externe Defizite sowie politische Spannungen in einigen Volkswirtschaften trugen hohe Kapitalabflüsse bei den Wertpapieranlagen zu Liquiditätsverknappung, starken Kursverlusten bei Anleihen und Aktien und beträchtlichen Währungsabwertungen bei. Diese Entwicklungen waren in Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und der Türkei besonders stark ausgeprägt. All diese Länder weisen einen großen Außenfinanzierungsbedarf auf. Schon im Vorfeld der Verschärfung der finanziellen Lage hatte sich das Wirtschaftswachstum in den wichtigsten Schwellenländern kontinuierlich abgeschwächt (ungefähr im Laufe der vergangenen 18 Monate), wobei für das Jahr 2013 ein gesamtwirtschaftliches BIP-Wachstum in den Nicht-OECD-Staaten in Höhe von etwa 4¾ Prozent vorausgesagt wurde – ungefähr zwei Prozentpunkte weniger als der Jahresdurchschnitt im letzten Jahrzehnt.

    Zukunftsbezogene Konjunkturumfragen und die Gesamtheit der Frühindikatoren deuten auf ein Wachstum in den Industrieländern hin, welches das Niveau der prognostizierten Steigerungsraten erreichen oder sogar übersteigen sollte. Besonders in Großbritannien, Japan und den USA gibt es deutliche Zeichen für eine Konjunkturverbesserung. Auch in den Volkswirtschaften der Eurozone gibt es etwas bescheidenere, aber durchaus erkennbare Hinweise auf breit angelegte Verbesserungen. Dennoch gibt es immer noch keine Garantie für eine dauerhafte Überwindung der Finanzkrise aus dem Jahr 2008 und einen nachhaltigen, stark ausgeprägten Wachstumskurs. Trotz einiger positiver Anzeichen für stärkere Wachstumsimpulse in den OECD-Ländern bestehen immer noch erhebliche Abwärtsrisiken. Bei manchen handelt es sich um bereits seit langer Zeit bestehende Risikoquellen, die bisher noch nicht völlig beseitigt werden konnten, wie z. B. die Anfälligkeit des Bankensektors in der Eurozone und die untragbare finanzielle Situation in Japan. Andere Gründe zur Sorge sind neu. Dazu zählen beispielsweise die mögliche Entstehung von Turbulenzen im Finanzsektor, wenn sich die USA schrittweise von ihrer unkonventionellen Geldpolitik verabschieden. Außerdem gibt es Befürchtungen bezüglich der potenziellen externen Auswirkungen und Rückkopplungseffekte, die die angespannte Marktsituation in den Schwellenländern auf die Weltwirtschaft haben könnte.

    Branchenentwicklung

    Der anhaltende Wachstumstrend in der Gesundheitsbranche, einschließlich des Wachstums bei Healthcare-IT und den damit verbundenen Dienstleistungen, hat sich im Jahr 2013 fortgesetzt. Zu den wesentlichen Wachstumsfaktoren im Healthcare-IT-Markt gehören der steigende Druck bezüglich der Einsparung von Kosten im Gesundheitswesen, größerer Bedarf hinsichtlich der Integration von Healthcare-Systemen, die finanzielle Förderung durch Regierungen bzw. Regierungsinitiativen, die alternde Bevölkerung, steigender Bedarf hinsichtlich der Reduzierung von Behandlungsfehlern sowie die zunehmende Zahl der Fälle chronischer Erkrankungen. Die hohe Kapitalrendite, die sich aus IT-Lösungen im Zusammenhang mit diesen Herausforderungen ergibt, fördert eine robuste und nachhaltige Nachfrage nach Software und den damit verbundenen Dienstleistungen im Gesundheitswesen.

    Es wird erwartet, dass der gesamte US-Healthcare-IT-Markt weiterhin kräftig zulegen wird, auch nachdem die US-Regierung Anreizzahlungen im Rahmen der Gesundheitsreform zur Förderung von „meaningful use“ von EHR-Technologie einstellt. Gemäß einer Studie, die im Juni 2013 von Research and Markets veröffentlicht wurde, wird der US-Healthcare-IT-Markt im Jahr 2017 einen Wert von USD 31,3 Milliarden im Vergleich zu USD 21,9 Milliarden im Jahr 2012 erreichen.

    Die europäische eHealth-Branche hat mit personalisierten Healthcare-Systemen, medizinischen Geräten und integrierten eHealth-Lösungen eine führende Rolle übernommen. Der Fokus der Branche liegt auf zwei Hauptbereichen: auf der Telemedizin & häuslichen Pflege sowie auf den klinischen Informationssystemen in der medizinischen Grundversorgung. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) werden die mobilen Technologien künftig eine wichtige Rolle im globalen Gesundheitsmarkt spielen. Die Erlöse im Bereich mHealth (mobile Gesundheitsdienste) könnten im Jahr 2017 einen Wert von USD 23 Milliarden erreichen.

    Laut dieser Studie ist davon auszugehen, dass Europa mit Umsatzerlösen von USD 6,9 Milliarden zum größten mHealth-Markt weltweit aufsteigen wird, gefolgt von der Region Asien-Pazifik mit USD 6,8 Milliarden, Nordamerika mit USD 6,5 Milliarden, Lateinamerika mit USD 1,6 Milliarden und Afrika mit USD 1,2 Milliarden.

    Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Healthcare-IT-Markt in sämtlichen Studien weltweit als Wachstumsmarkt betrachtet wird. Die CompuGroup Medical AG ist davon überzeugt, dass sie gut aufgestellt ist, um von den genannten Entwicklungen zu profitieren.

    Back to top of page
  • Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Entwicklungen in den beiden Jahreshälften des Geschäftsjahres 2013 unterschiedlich dargestellt haben. Auf die relativ schwache erste Jahreshälfte folgten eine starke zweite Jahreshälfte und ein guter Jahresendspurt. In Bezug auf die Segmente und die geografischen Märkte kann man ebenfalls von einem gemischten Bild sprechen. Es gab kräftiges organisches Wachstum und eine starke Entwicklung im margenintensiven europäischen AIS-Geschäft. Im HIS-Geschäft verzeichnete CGM ein unterdurchschnittliches Wachstum, das USA Geschäft zeigte sich schwach und der Umsatz im Communication & Data-Segment blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

    Wie bereits im Konzern-Zwischenbericht für das erste Quartal mitgeteilt, der im Mai veröffentlicht wurde, blieben die Umsatzerlöse und die Rentabilität in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 hinter den Erwartungen zurück. Trotz dieses schwachen Jahresbeginns erwartete CGM zu diesem Zeitpunkt eine schrittweise Verbesserung im Verlauf der weiteren Quartale des Jahres 2013. Diese Erwartungen basierten auf einem soliden Auftragsbestand und guten Geschäftschancen. Aus diesem Grund bestätigte CGM den Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 aus dem Geschäftsbericht 2012.

    Im Gegensatz zum optimistischen Ausblick aus dem Monat Mai setzte sich die schwache Entwicklung im Hinblick auf die Umsatzerlöse und die Rentabilität auch im zweiten Quartal fort. Daraufhin wurden diverse Veränderungen im Bereich des Managements und der Organisationsstruktur vorgenommen, die jedoch erwartungsgemäß keine sofortigen Auswirkungen hatten. Im Juli 2013 erwarb CGM im zwei italienische Unternehmen: den marktführenden Apothekensoftware-Anbieter Studiofarma-Gruppe, sowie den Zahnarztsoftware-Anbieter Tekne. Hierdurch gelang der Markteintritt in das Segment Pharmacy Information Systems in Italien. Die Konsolidierung beider Unternehmen erfolgte ab dem 1. August. Dementsprechend korrigierte CGM im Konzern-Zwischenbericht für das zweite Quartal, der im August veröffentlicht wurde, die Prognose für das Geschäftsjahr 2013 wie folgt:

    • Erwarteter Konzernumsatz zwischen EUR 458 Mio. und EUR 463 Mio. (vorher zwischen EUR 470 Mio. und EUR 490 Mio.)
    • Erwartetes Konzern-EBITDA zwischen EUR 97 Mio. und EUR 100 Mio. (vorher zwischen EUR 115 Mio. und EUR 125 Mio.)

    Aufgrund einer umsichtigen Kostenpolitik und dank der Beibehaltung der meisten laufenden Wachstumsprojekte befand sich das Unternehmen im dritten Quartal erneut auf dem Weg zu Wachstum und Rentabilität. Daher wurde der Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 aus dem Monat August im Konzern-Zwischenbericht für das dritte Quartal, der im November veröffentlicht wurde, bestätigt. Außerdem wurde CGM im September in den deutschen Technologie-Börsenindex TecDAX aufgenommen.

    Die guten Ergebnisse im dritten Quartal setzten sich in den restlichen drei Monaten des Jahres fort. CGM legte einen starken Endspurt hin, sodass die Umsatzerlöse im Konzern letztendlich höher als im Jahr 2012 ausfielen.

    Ambulatory Information Systems (AIS)

    Für das europäische AIS-Geschäft begann das Jahr erfolgreich mit einem organischen Wachstum in Höhe von 10 Prozent, das sich gleichmäßig auf alle geografischen Märkte verteilte. In Deutschland hing das Wachstum zu einem wesentlichen Teil mit dem neuen Arzneimitteldatenbank-Tool ifap praxisCENTER 3 (ipC3) zusammen. Dabei handelt es sich um eine Arzneimitteldatenbank der nächsten Generation mit einer Vielzahl von fortschrittlichen Anwendungen für den Bereich Workflow & Decision Support im Zusammenhang mit der Verordnung von Arzneimitteln.

    Der positive Jahresbeginn in Mittel- und Osteuropa (Deutschland, Österreich, Tschechische Republik und Slowakei) und Südeuropa (Italien und Frankreich) wurde mit organischem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 12 Prozent im zweiten Quartal fortgesetzt. Die Region Nordeuropa (Schweden, Niederlande, Norwegen, Dänemark und Belgien) hingegen blieb im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich unverändert, nachdem im ersten Quartal organisches Wachstum von 8 Prozent erzielt werden konnte. Diese Entwicklung im zweiten Quartal ist vor allem auf Anpassungen zurückzuführen, die im Hinblick auf Projektberechnungen für Roll-Out-Programme in den schwedischen Regionen Västra Götaland, Stockholm und Skåne vorgenommen werden mussten und für eine Reduzierung der diesbezüglichen Umsatzrealisierung im zweiten Quartal sorgten.

    Die Probleme in Schweden waren nur vorübergehender Natur. So gab es im europäischen AIS-Geschäft ein gutes drittes Quartal mit einem organischen Wachstum von 9 Prozent im Jahresvergleich bei konstanten Wechselkursen. Im Juli 2013 erwarb die CompuGroup Medical Italia eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen Tekne S.r.l. mit Sitz in Ragusa (Italien). Das Unternehmen ist mit seiner Software Xdent Marktführer für zahnmedizinische Software in Italien, die hauptsächlich für Mac-Computer ausgerichtet ist. Tekne bietet nicht nur Desktop-Lösungen, sondern auch Mobile-App-Lösungen, die Zahnärzte enger mit ihren Patienten verbinden. Die positive Entwicklung im europäischen AIS-Geschäft setzte sich im vierten Quartal mit einem organischen Wachstum von 8 Prozent bei konstanten Wechselkursen fort.

    Der Jahresbeginn 2013 im US-Geschäft gestaltete sich schwierig. Die Umsatzerlöse fielen bereits im ersten Quartal geringer als erwartet aus. Um nach einer Umstrukturierungsphase mit Effizienzsteigerungen in den vergangenen zwei Jahren den Wechsel zu einer Wachstumsstrategie im US-Geschäft zu unterstreichen, wurde im April ein Managementwechsel vorgenommen. Seitdem hat Dr. Norbert Fischl die Position als Senior Vice President für Nordamerika inne. Während der vergangenen beiden Jahre war Dr. Fischl erfolgreich als Leiter der nordeuropäischen Region von CGM tätig. Trotz dieser Veränderungen setzte sich die stark rückläufige Umsatzentwicklung in den USA bis zum Jahresende fort. Es gibt allerdings neue Marktchancen in den USA, wie beispielsweise die Stufen 2 und 3 des „Meaningful Use“ Projektes, das den Einsatz von elektronischen Patientenakten fördert, sowie die Einführung von ICD-10, das den Absatz von Erweiterungen der Arztinformations-Systeme und Abrechnungssysteme fördert. Im Jahr 2013 hatten diese Entwicklungen jedoch noch keine wesentlichen Auswirkungen.

    MEDISTAR führt Elektronischen Mutterpass ein

    Das AIS-Segment setzte sein hohes Innovationstempo im Geschäftsjahr 2013 fort. Im August 2013 führte die CGM-Vertriebslinie MEDISTAR den Elektronischen Mutterpass am deutschen Markt ein. Der in Kooperation mit praktizierenden Gynäkologen entwickelte Elektronische Mutterpass unterstützt den Gynäkologen als intelligente Dokumentationshilfe bei der Schwangerschaftsvorsorge. Routinearbeiten werden während der gesamten Schwangerschaftsvorsorge zeitsparend und workflowoptimiert erledigt. Als verlässlicher Begleiter der gesamten Schwangerschaftsvorsorge unterstützt der Elektronische Mutterpass den Gynäkologen mit vielen effizienz-steigernden Inhalten, wie beispielsweise dem frühzeitigen Erkennen fehlender oder auffälliger Befunde, Besonderheiten und Risiken oder der Vermeidung einer redundanten Datenerfassung. Das Erkennen und Planen anstehender Untersuchungen und die rechtzeitige Weitergabe von Patienteninformationen runden das Leistungsspektrum des Elektronischen Mutterpasses ab, ebenso wie die schnelle, teilweise sogar automatisierte Datenerfassung.

    CGM Add-on Produkt: digitale Archivierung für Arztpraxen

    Ein sauberes, nachvollziehbares Dokumentenmanagement wird auch vor dem Hintergrund des Patientenrechtegesetzes für jede Praxis immer wichtiger. Mit CGM PRAXISARCHIV und CGM DOCUMENTS stellt CGM eine TÜV-zertifizierte Software zur Verfügung, die eine effiziente und übersichtliche Verwaltung aller Patienten- und praxisbezogenen Dokumente ermöglicht.

    In 2013 verzeichneten die Archiv-Produkte eines der stärksten Verkaufsjahre ihrer Geschichte. Mit 18.500 installierten Archiv-Servern ist CGM Branchenmarktführer bei medizinischen Dokumentenmanagement-Systemen in Deutschland und kann dreimal soviel installierte Systeme vorweisen als der wichtigste Mitbewerber. Auch der internationale Roll-out des in Koblenz entwickelten Produkts schreitet stetig voran. Nach einer erfolgreichen Einführung Anfang 2012 in Österreich, überholte CGM PRAXISARCHIV andere Archivsysteme bereits in wenigen Monaten. Zuletzt ging Südafrika im dritten Quartal mit einem Produkt aus der Archiv-Familie an den Markt und bietet mit CGM DOCUMENTS ein voll integriertes Zusatzmodul zu den bereits erhältlichen Produkten.

    CGM steigt in den französischen Labormarkt ein

    Im April 2013 erwarb CompuGroup Medical die Vermögenswerte der Neurone R&D SAS mit Sitz in Marseille. Das Unternehmen entwickelt Software für Labore und verschafft CompuGroup Medical den Markteintritt im französischen Markt für Laborinformationssysteme: Zum Kundenstamm zählen führende Laborketten und große Einzellabore. Das webbasierte Laborsystem wird als Software as a Service (SaaS) vertrieben.

    Telematik Infrastruktur und Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

    Im Dezember erhielt die CompuGroup Medical AG im Konsortium mit Booz & Company und KoCo Connector von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) den Auftrag für den Online-Rollout zur Erprobung der ersten Stufe der Telematik-Infrastruktur in einer von zwei Testregionen in Deutschland. Der Anteil der CompuGroup Medical Deutschland AG am Auftragswert der Ausschreibung beträgt etwa EUR 20 Mio., wobei sämtliche wesentlichen Leistungen in den Jahren 2014 und 2015 erfolgen werden. Darüber hinaus werden im CGM-Konzern voraussichtlich weitere 6,0 Mio. Umsatzerlöse erzielt.

    Ausschreibungsgegenstand war die Ausstattung der teilnehmenden Heilberufler (Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeutenpraxen und Krankenhäuser) mit allen für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur notwendigen Komponenten und Diensten (bspw. Konnektor, Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst), sowie deren Entwicklung, Aufbau und Betrieb. Der Begriff „Telematik“ ist eine Kombination der Wörter „Telekommunikation“ und „Informatik“. Es handelt sich hierbei um die Vernetzung der IT-Systeme von Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen und ermöglicht so einen systemübergreifenden Austausch von Informationen. Es handelt sich um ein geschlossenes Netzwerk, zu dem man nur mit Heilberufsausweis und Gesundheitskarte Zutritt bekommt.

    Die Telematikinfrastruktur ist so konzipiert, dass sie bestehende Informationsgrenzen im Gesundheitswesen überwindet. Die ärztliche Schweigepflicht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bleiben jederzeit gewahrt. Die Infrastruktur soll nach einer eingehenden Erprobung mit umfassender Evaluation, die 2016 abgeschlossen sein soll, bundesweit ausgerollt werden. Sie wird konzipiert und eingeführt von der gematik, einer Organisation, die von den Spitzenverbänden der Leistungserbringer und Kostenträger des deutschen Gesundheitswesens gegründet wurde.

    Bei erfolgreichem Abschluss des Pilot-Projektes wird der tatsächliche wirtschaftliche Nutzen mit dem Gesamt-Rollout (voraussichtlicher Beginn im Jahr 2016) erzielt werden. In dessen Rahmen erhält CGM die Chance, neue eGK-konforme Online-Zugangs-Produkte an alle Bestandskunden in Deutschland zu verkaufen: ca. 44.200 Arztpraxen (mit 69.400 Ärzten), ca. 15.000 Zahnarztpraxen (mit 19.800 Zahnärzten), ca. 4.000 Apotheken (mit 8.000 Apothekern), ca. 100 Krankenhäuser, ca. 300 Rehabilitationszentren und ca. 550 soziale Einrichtungen. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Tatsache, dass die Telematik-Infrastruktur perfekt zur CGM-Strategie passt, den eigenen Kunden noch mehr Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, wie z. B. eServices, onlineRezepte, elektronische Laborbeauftragung (eLabOrder), Ärztenetzwerke, Online-Organisation der klinischen Behandlungsabläufe, Web-Hosting-Leistungen usw.

    Pharmacy Information Systems

    Durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der meditec GmbH, dem deutschen Marktführer im Bereich der Point-of-Sale-Mediensysteme, erweiterte der CGM-Konzern im Januar sein Produkt- und Serviceportfolio für Apotheken. Meditec bietet Multimedia-Leistungen im Pharmabereich an; Hauptprodukt des Unternehmens ist die Software „TeleApotheke“. Zwischen der meditec GmbH und CGM bestand bereits seit einigen Jahren eine Kooperationsvereinbarung, in deren Rahmen neue Vertriebskanäle für „TeleApotheke“ erschlossen wurden. Die wichtigsten strategischen Ziele beziehen sich nun auf die Stärkung der Marktführerschaft und die Nutzung der Cross-Selling-Möglichkeiten im Hinblick auf die bestehenden WINAPO-Kunden von CGM.

    Bezüglich der Geschäftsentwicklung dieses Segments lässt sich feststellen, dass das Jahr gut begann, obwohl im Vergleich zum Jahr 2012 geringere Umsatzerlöse zu verzeichnen waren. Im Unterschied zum Vorjahr konnte im Jahr 2013 ein viel größerer Teil der Interessenten und Geschäftschancen nach der EXPOPHARM im September genutzt werden. Im Vorjahr hatte CGM nicht an dieser Messe teilgenommen. Außerdem wurden in den ersten sechs Monaten große Marketing- und Vertriebsanstrengungen unternommen, um neue Produkte und Dienstleistungen einführen zu können, zu denen der WINAPO® RezeptScan und WINAPO® tv gehören. Wie erwartet verlief das dritte Quartal im Apotheken-Softwarebereich gut, wobei die Produktverkäufe und Bestellungen auf der EXPOPHARM in Deutschland Rekordstände erreichten und die ersten Umsatzerlöse mit dem neu erworbenen Apotheken-Softwaregeschäft in Italien erwirtschaftet werden konnten. Das starke Jahresende mit einem organischen Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 15 Prozent im vierten Quartal verdeutlicht die positiven Auswirkungen der erfolgreichen Teilnahme an der EXPOPHARM und der erfolgreichen Markteinführung von neuen Produkten und Dienstleistungen.

    WINAPO® RezeptScan

    Im zweiten Quartal 2013 führte Lauer-Fischer die integrierte Rezept-Scanlösung WINAPO RezeptScan am deutschen Markt ein und legte mit ca. 400 bestellten Scannern in den ersten Wochen einen rasanten Verkaufsstart hin. Dokumentation und Prüfung von Rezepten wird für die Apotheke zu einem immer wichtigeren Thema. Die neue Lösung, bestehend aus einem schnellen Scanner und einem Softwaremodul, bietet ein großes Plus an Sicherheit bei gleichzeitiger Zeitersparnis und setzt damit Maßstäbe für effiziente Prozesse in der Apotheke. In nur 5 Sekunden ist das Rezept gescannt und umfangreiche Prüfungen wie z.B. das Einlesen der Arztdaten und Wirkstoffverordnungen, Kundendatenanlage und -abgleich, und die Erkennung von Rezeptstatus und Noctu, erledigt.

    EXPOPHARM übertrifft Erwartungen

    Nachdem im vergangenen Jahr fast alle Softwareanbieter der größten pharmazeutischen Fachmesse Europas EXPOPHARM fern blieben, nutzte LAUER-FISCHER im September 2013 die Chance und begeisterte mit neuem Messestand und Produktinnovationen. Sowohl hinsichtlich der Publikumsresonanz als auch des wirtschaftlichen Ergebnisses konnte man sich über ein Spitzenresultat freuen. Bereits vor der Messe hatte sich die Scannerlösung WINAPO® RezeptScan zu einem Bestseller entwickelt. Auf der Messe konnte das Produkt an den Erfolg anknüpfen. Gleiches gilt für die integrierte Hard- und Softwarelösung WINAPO® ONE, die zu spontanen Kaufentscheidungen führte. Auch die weiteren Neuheiten konnten die Besucher überzeugen: Das Point-of-Sale-Medium WINAPO® tv mit seinem positiven Effekt für den OTC-Umsatz ebenso wie die innovativen Vernetzungslösungen, die Filialverbünden und Kooperationen noch mehr wirtschaftlichen Erfolg und Datensicherheit bringen. Und mit der App „meineApotheke“ bewies LAUER-FISCHER seine hohe Lösungskompetenz auf dem Feld der smarten, mobilen Kundenkommunikation.

    CGM LIFE Apotheken-App „meineApotheke“

    Auf der EXPOPHARM 2013 im September stellte CGM die App „meineApotheke“ vor. Um den Apotheken-Kunden näher mit seiner Stammapotheke zusammenzubringen, bietet die App eine Reihe nützlicher Funktionen für Endverbraucher, wie eine voll¬ständige Medikamenten-Datenbank mit Beipackzettelinformationen, die Medikamenten-Bestellfunktion, eine Apotheken-Suche mit Kontaktdaten und Öffnungszeiten sowie ein Verzeichnis von Notdienstapotheken in der Nähe. Kernfunktion ist die Bestellung von Medikamenten vom Smartphone oder Tablet, ermöglicht durch einen neuen eService zwischen Patient und Apotheke. Dazu legt der Nutzer zunächst eine Stammapotheke fest, wo die Bestellungen direkt am Arbeitsplatz des Apothekers eingehen. Außerdem kann der Nutzer seine eigenen, regelmäßig genommenen Medikamente über die App verwalten und mit dem CGM LIFE Account synchronisieren. Die kostenlose App wird zunächst für Android-Smartphones und -Tablets entwickelt und ist seit Oktober 2013 im Google Play Store verfügbar. Eine iOS Version folgt später.

    Markteinstieg in Italien

    Im Juli 2013 schloss die CompuGroup Medical Italia einen Vertrag über den Erwerb von Mehrheitsanteilen des italienischen Marktführers für Apothekensoftware, Studiofarma S.r.l., und seines größten Vertriebspartners, Qualità in Farmacia S.r.l. Studiofarma S.r.l. entwickelt Software-Lösungen für Apotheken in Italien und hat mehr als 7.000 Kunden. Mit einem Marktanteil von etwa 30 Prozent in ihrem Kernmarkt ist die Firma der Marktführer für Apothekensoftware in Italien. Qualità in Farmacia S.r.l. ist der größte Distributor für Studiofarma-Software mit etwa 2.000 Kunden und vertreibt zusätzlich noch Hardware und andere Zusatzprodukte. Der Gesamtumsatz beider Firmen belief sich 2012 auf ca. EUR 18,4 Mio., das EBITDA auf etwa EUR 1,2 Mio.

    Hospital Information Systems

    Im Segment Hospital Information Systems begann das Jahr mit einem organischen Wachstum von 3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012 zufriedenstellend. Mit anhaltend erfolgreichen Verkäufen, der Bereitstellung von Krankenhausinformationssystemen sowie der Teilnahme an einem großen eHealth-Projekt konnte Polen einen großen Beitrag zum Wachstum leisten. In Deutschland und der Schweiz kam es kurzfristig zu einer etwas geringeren Umsatzrealisierung aufgrund einer verspäteten Produkteinführung im Bereich Soziale Einrichtungen (CGM SOCIAL) in Deutschland und Verzögerungen beim Start einiger Projekte in der Schweiz. Außerdem gingen im ersten Quartal in einigen osteuropäischen Märkten (Tschechische Republik, Slowakei) die IT-Ausgaben der Krankenhäuser zurück.

    Im zweiten Quartal blieben Österreich und die Schweiz, die gemeinsam etwa 50 Prozent des HIS-Geschäfts der CompuGroup ausmachen, im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Etwa 30 Prozent des HIS-Geschäfts entfallen auf Deutschland; hier wurden im Jahresvergleich rückläufige Umsatzerlöse verzeichnet, was auf geringere Umsätze im margenschwachen Hardware-Bereich und auf eine weitere Verzögerung bei der geplanten Produkteinführung für soziale Einrichtungen zurückzuführen ist. Nach dieser Phase folgte ein gutes drittes Quartal für den HIS-Bereich mit einem organischen Wachstum von 7 Prozent im Jahresvergleich. Die Produkteinführung im Bereich Soziale Einrichtungen (CGM SOCIAL), deren Verzögerung sich negativ auf das zweite Quartal ausgewirkt hatte, konnte abgeschlossen werden. Auch für Österreich, den größten HIS-Markt von CGM, war es ein gutes Quartal. Das Jahresende fiel im Vorjahresvergleich relativ schwach aus und die Umsätze gingen im vierten Quartal zurück. Dennoch ist das Geschäftsjahr 2013 für das HIS-Geschäft in Anbetracht des relativ trägen Marktumfelds im Hinblick auf Zusatzprojekte für Bestands- und Neukunden insgesamt durchaus als zufriedenstellend zu beurteilen.

    G3 Strategie in Deutschland erfolgreich umgesetzt

    Im November 2013 wurde das erste komplett neu entwickelte Modul der CGM Krankenhausinformationssoftware in Deutschland implementiert. Integriert in CGM CLINICA wurde das CGM G3 Medikationsmanagement im Medizinischen Zentrum Lahnhöhe in den Routinebetrieb überführt. Mit dem CGM G3 Medikationsmanagement, der CGM G3 Fieberkurve und der mobilen Lösung CGM G3 MIO bietet CGM vielen Kliniken eine Perspektive, Ihre steigenden Anforderungen an sichere, einfach handhabbare und effizi¬ente Systeme befriedigen zu können. Die G3 Module sind sowohl integriert in CGM CLINICA, .mpa und CGM PHOENIX verfügbar, aber auch gekoppelt mit SAP IS-H und perspektivisch mit anderen KIS. Damit stellt die CGM den Erfolg ihrer Strategie, mit einem modularen Ansatz bestehende KIS durch einzelne CGM G3 Applikationen zu erweitern, unter Beweis.

    CGM Polen bei der elektronischen Patientenakte beauftragt

    Ab 2014 werden webbasierte elektronische Patientenakten (ePA) flächendeckend in Polen eingeführt werden. Das Nationale Zentrum für Gesundheitsinformationssysteme (CSIOZ) ist eine Einheit des polnischen Gesundheitsministeriums, die sich mit der Entwicklung einer E-Health-Umgebung für Polen befasst. Vor kurzem erhielt Hewlett Packard den Auftrag, ein digitales Portal für die Erfassung, Analyse und Bereitstellung von digitalen Gesundheitsakten in ganz Polen für das CSIOZ zu entwickeln und umzusetzen. CGM Polen ist als Subunternehmer für Hewlett Packard und andere Unternehmen tätig, die an dem Projekt eines digitalen Portals für das CSIOZ beteiligt sind.

    Die polnische Regierung investiert mehrere Millionen Euro in das Projekt, um die Versorgung der Patienten zu verbessern: Mit zentral verfügbaren Daten haben behandelnde Ärzte schnelle Einsicht in Vorbefunde und aktuelle Therapien. Mit diesem Wissen versorgen sie gezielter, vermeiden unnötige Kosten für das Gesundheitssystem und medizinische Risiken, wie etwa unerwünschte Wechselwirkungen. Ärzte in Praxis und Krankenhaus übertragen damit Daten mit wenigen Klicks aus ihrem System in die zentrale Akte und zurück. Später folgen Apotheken, Labore, Kostenträger und weitere Teilnehmer.

    MediPlanOnline für Innovationspreis nominiert

    MediPlanOnline, die neue Webanwendung von CGM für ein vernetztes interdisziplinäres Medikationsmanagement, wurde für den Altenpflege Innovationspreis 2013 nominiert. Mit der Auszeichnung würdigte Vincentz Network als Veranstalter der Leitmesse für die Pflegewirtschaft herausragende Ideen, Produkte und Dienstleistungen für eine zukunftsweisende Altenhilfe.

    Mit MediPlanOnline bietet das Tochterunternehmen CGM SYSTEMA Deutschland eine sichere medizinische Webanwendung für das sektorenübergreifende Medikationsmanagement. Hier werden stationäres Wohnen, heimversorgender Arzt und Apotheke intersektoral vernetzt und das Verordnungsmanagement für Klienten neu organisiert. Ein webbasierter Medikationsplan ersetzt die bislang noch weit verbreiteten handschriftlichen Aufzeichnungen. Im intensiven Dialog mit den Leistungserbringern ist eine zukunftsweisende, effiziente Lösung entstanden, die die Versorgungsqualität steigert, Transparenz schafft und zu einer hohen Arzneimitteltherapiesicherheit beiträgt.

    Communication & Data

    Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete das Geschäftssegment Communication & Data ein besonderes starkes erstes Quartal. Wesentlicher Treiber dieser kurzfristigen Entwicklung war die gestiegene Nachfrage durch Generikahersteller. Da Patente vieler umsatzstarker Medikamente ausliefen, fragten diese vermehrt neue Produkte und Dienstleistungen nach. Für 2013 liegt das geschätzte Volumen auslaufender Patente in der Pharmaindustrie weniger als halb so hoch als noch im Vorjahr. Dieser Trend spiegelt sich in der Umsatzentwicklung des Segments Communication & Data im ersten Quartal wider. Zudem erweiterte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zum 1. Juli 2012 den Anforderungskatalog für Software zur Verordnung von Arzneimitteln. Die neuen Regelungen schränken den Einsatz von Produkten und Dienstleistungen aus dem Segment Communication & Data weiter ein und wirkten sich entsprechend negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Im Wesentlichen setzte sich der schwache Jahresstart im verbleibenden Geschäftsjahr 2013 fort. Der Umsatzrückgang von insgesamt 28 Prozent zum Vorjahr kennzeichnet eine deutliche Veränderung des Segments.

    Workflow & Decision Support

    Bei den Umsatzerlösen aus den Verkäufen des neuen Arzneimitteldatenbank-Tools ipC3 an unabhängige Softwarevertreiber handelte es sich im Jahr 2013 um eine beständige Wachstumsquelle. Dieser standen allerdings rückläufige Umsatzerlöse im Bereich der Wartung älterer administrativer Softwareanwendungen für deutsche Versicherungsunternehmen gegenüber. Diese Produkte wurden im Jahr 2013 vom Markt genommen. Im Bereich Workflow & Decision Support wurden neue Verträge unterzeichnet, wie z. B. das Nordrhein-Westfalen-Projekt. Außerdem wurden neue CardTrust-Kunden gewonnen. Dieser Bereich ist jedoch durch eine gewisse Langsamkeit der Geschäftsprozesse, also durch lange Verkaufs- und Implementierungszyklen gekennzeichnet. Die neuen Verträge sorgten im weiteren Verlauf für eine Verbesserung der Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2013, die aber trotzdem hinter den Erwartungen vom Jahresbeginn zurückblieb.

    Arzneimittelversorgung und Arzneimitteltherapiesicherheit: Projekt Nordrhein-Westfalen

    Im Finanzbericht zum ersten Quartal 2013 berichtete CGM über das im Februar gestartete Projekt „Arzneimittelkonto NRW“. Ziel des Kooperationsprojekts von CGM und der Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement ist die Verbesserung der Arzneimittelversorgung durch ein persönliches digitales Arzneimittelkonto. Das Arzneimittelkonto bildet im Projekt Arzneimittelkonto NRW die Basis für einen übergreifenden Arzneimitteltherapie-Sicherheitscheck: direkt beim behandelnden Arzt, aber auch beim Hinzufügen von selbst erworbenen Medikamenten durch den Patienten.

    In einer Schwerpunktregion Nordrhein-Westfalens werden über 3.000 Patientinnen und Patienten in bis zu 40 Hausarztpraxen in das Projekt eingeschrieben. Mit dem Start der Patienteneinschreibungen im Juli erhalten vor allem ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger mehr Sicherheit bei der Arzneimittelverordnung. Die teilnehmenden Ärzte können einen softwaregestützten Arzneimitteltherapie- Sicherheitscheck (AMTS) durchführen, der neben den eigenen auch die Verordnungen mitbehandelnder Fachärzte und selbst erworbene Medikamente des Patienten berücksichtigt. Die wissenschaftliche Evaluation wird auf Basis der Daten der betreuten Patienten die Ergebnisse transparent machen. Innerhalb von zwei Jahren werden wertvolle Informationen generiert, die den Gesamterfolg und die Akzeptanz evaluieren und weitere Optimierungspotenziale aufzeigen.

    Ab dem vierten Quartal 2013 wurden auch Fachärzte in das Projekt aufgenommen und die Arzneimittelkonten der Patienten mit den Verordnungen aller teilnehmenden Haus- und Fachärzte befüllt. Eine spezielle App gibt den Patienten oder ihren Angehörigen die Möglichkeit, ihr persönliches Arzneimittelkonto einzusehen und selbst erworbene Medikamente hinzuzufügen. Der AMTS-Check weist den Patienten umgehend mit laienverständlichen Hinweisen auf mögliche Gefahren hin. Abgerundet wird das Angebot durch patientenindividuelle Reminder. Bereits mit Go-Live zeigte sich an der Vielzahl von Nachfragen unterschiedlichster Interessenten, dass CGM mit dem „Arzneimittelkonto NRW“ genau zum richtigen Zeitpunkt eine innovative Lösung zur Marktreife bringt.

    Erste standardisierte Arztnetzsoftware optimiert die Versorgungsqualität

    Mit der neu entwickelten Software CGM NET präsentiert CGM in Kooperation mit der OptiMedis AG erstmals eine vollständig integrierte und standardisierte Software für Arztnetze und andere Versorgungsverbünde. Seit April 2013 steht CGM NET allen Arztnetzen in Deutschland zur Verfügung. Kernelemente von CGM NET sind eine Vernetzungssoftware in Form einer zentralen elektronischen Patientenakte und die digitalen Behandlungspfade. In der Patientenakte können alle behandelnden Mediziner und Psychotherapeuten auf die Patientendaten, seien es Diagnosen, Befunde oder Medikamentenpläne, datenschutzkonform und sicher zugreifen. Die im „Gesundes Kinzigtal“ entwickelten oder netzindividuellen Behandlungspfade gewährleisten eine koordinierte und standardisierte Therapie innerhalb eines Arztnetzes.

    Die IT-Lösung ist das Ergebnis eines über einjährigen Entwicklungsprozesses. Beide beteiligten Unternehmen haben ihre Kernkompetenzen in die Partnerschaft eingebracht: die CompuGroup Medical Deutschland AG die IT-Architektur, die OptiMedis AG die im Gesunden Kinzigtal entwickelten Verwaltungs- und Vernetzungsroutinen sowie die Behandlungspfade. Die in enger Abstimmung mit den Kinzigtaler Ärzten entwickelte Software wurde bereits in den Praxen installiert und erfolgreich getestet. Da die Versorgung nicht nur bei niedergelassenen Ärzten stattfindet, muss die Vernetzung auch in Richtung Kliniken und nicht-ärztliche Leistungserbringer weitergeführt werden. Beide Gruppen können bereits heute an die Patientenakte angebunden werden.

    Back to top of page
  • Fünf-Jahres-Übersicht

    Wesentliche Posten 2013
    EUR Mio.
    2012
    EUR Mio.
    2011
    EUR Mio.
    2010
    EUR Mio.
    2009
    EUR Mio.
    Konzernumsatz 459,6 450,6 397,3 312,4 293,4
    Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen 79,4 82,5 76,1 59,0 61,0
    Personalaufwand 214,9 202,0 188,5 144,3 130,2
    Sonstige Aufwendungen 79,6 73,2 68,9 53,6 53,1
    EBITDA 97,8 104,8 74,3 67,0 59,2
    in % 21,3% 23,3% 18,7% 21,4% 20,2%
    EBIT 56,8 64,1 37,9 33,2 24,8
    in % 12,4% 14,2% 9,5% 10,6% 8,5%
    EBT 35,2 48,4 25,7 26,5 18,3
    in% 7,7% 10,7% 6,5% 8,5% 6,2%
    Konzernjahresergebnis 21,7 30,4 9,8 16,8 11,7
    in% 4,7% 6,7% 2,5% 5,4% 4,0%

    Umsatzentwicklung

    Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Konzernumsatz EUR 459,6 Mio. im Vergleich zu EUR 450,6 Mio. im Geschäftsjahr 2012. Dies entspricht einem Anstieg um EUR 9,0 Mio. oder um 2,0 Prozent. Akquisitionen trugen 2,2 Prozent zum Umsatzwachstum bei, während das organische Wachstum negative 0,2 Prozent betrug. Wechselkursänderungen aufgrund des starken Euro reduzierten den Umsatz um EUR 2,9 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das organische Wachstum zu konstanten Wechselkursen betrug 0,4 Prozent.

    Im Segment HPS I betrugen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum EUR 322,0 Mio. im Vergleich zu EUR 306,4 Mio. im Geschäftsjahr 2012. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 5 Prozent. Das organische Wachstum betrug etwa 3 Prozent.

    Der Umsatz mit Dritten wuchs im Geschäftssegment Ambulatory Information Systems (AIS) rein organisch um 3 Prozent. Im Geschäftssegment Pharmacy Information Systems (PCS) wuchs der Umsatz um 16 Prozent zum Vorjahr. Akquisitionen trugen 14 Prozent zu diesem Wachstum bei. Das organische Wachstum betrug 2 Prozent.

    Umsatzentwicklung HPS I (einschließlich Unternehmenserwerbe und Währungseffekte):

    EUR Mio. 01.01-31.12
    2013
    01.01-31.12
    2012
    Veränderung
    Ambulatory Information Systems 259,1 251,8 3%
    Pharmacy Information Systems 61,4 53,0 16%
    Umsatzerlöse mit Dritten 320,4 304,8 5%
    Umsatzerlöse zwischen Segmenten 7,6 10,5  
    Segmentumsatz 328,0 315,3  

    Das Umsatzwachstum im Segment HPS I resultiert aus der Erstkonsolidierung folgender Unternehmen:

    EUR Mio. Erstmaliger
    Umsatz 2013
    Segment
    Meditec (Konsolsidiert zum 1. Februar 2013) 0,8 HPS I (PCS)
    Studiofarma / QiF (Konsolidierung zum 1. August 2013) 7,3 HPS I (PCS)
    Neurone (Konsolidierung zum 1. Mai 2013) 0,3 HPS I (AIS)
    Tekne (Konsolidierung zum 1. August 2013) 0,2 HPS I (AIS)
    GESAMT 8,6  

    Das Segment HPS II verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 eine Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau.

    Umsatzentwicklung HPS II (einschließlich Unternehmenserwerbe und Währungseffekte):

    EUR Mio. 01.01-31.12
    2013
    01.01-31.12
    2012
    Veränderung
    Hospital Information Systems 81,2 81,2 0%
    Umsatzerlöse mit Dritten 81,2 81,2 0%
    Umsatzerlöse zwischen Segmenten 12,9 7,6  
    Segmentumsatz 94,1 88,8  

    Das Segment HCS verzeichnete einen Umsatzrückgang um etwa 10 Prozent, von EUR 64,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 58,2 Mio. in 2013. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 3 Prozent, während der organische Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 13 Prozent betrug.

    Umsatzentwicklung HCS (einschließlich Unternehmenserwerbe und Währungseffekte):

    EUR Mio. 01.01-31.12
    2013
    01.01-31.12
    2012
    Veränder-ung
    Communication & Data 22,5 29,3 -21%
    Workflow & Decision Support 24,6 24,9 -1%
    Internet Service Provider 10,6 10,2 3
    Umsatzerlöse mit Dritten 57,7 64,4 -10%
    Umsatzerlöse zwischen Segmen-ten 4,6 5,9  
    Segmentumsatz 62,3 70,3  

    Das Umsatzwachstum im Segment HCS resultiert aus der Erstkonsolidierung folgender Unternehmen:

    EUR Mio. Erstmaliger
    Umsatz 2013
    Segment
    InterM / ÄND (Konsolidierung zum 1. Januar 2013) 1,2 HCS (C&D)
    GESAMT 1,2  

    Ergebnisentwicklung

    Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank von EUR 105,0 Mio. in 2012 auf EUR 97,8 Mio. im Geschäftsjahr 2013. Dies entspricht einem Rückgang um EUR 7,2 Mio. oder 7 Prozent. Die EBITDA-Marge sank von 23 Prozent in 2012 auf 21 Prozent im Berichtszeitraum. Im HPS I-Segment stieg das EBITDA von EUR 97,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 99,4 Mio. in 2013. Die verbesserte EBITDA resultiert aus einer Margenverbesserung im Bereich Arztsoftware in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Rückläufige Umsatzerlöse und eine geringere Rentabilität in den USA wirkten dem entgegen. Weiterhin ergab sich ein Einmaleffekt aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in den Niederlanden von EUR 2,9 Mio. Im Segment HPS II stieg das EBITDA von EUR 11,0 Mio. in 2012 auf EUR 11,7 Mio. im Berichtszeitraum. Bei gleichbleibenden Umsatzerlösen wirkten sich die normalen jährlichen Schwankungen der betrieblichen Aufwendungen auf das Konzernergebnis aus. Im HCS-Segment verminderte sich das EBITDA von EUR 12,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 5,2 Mio. in 2013. Die rückläufige Rentabilität im HCS-Segment resultiert aus rückläufigen Umsatzerlösen in margenstarken Geschäftsbereichen, insbesondere in Communication & Data in Deutschland. Außerdem minderte die Erstkonsolidíerung der KoCo Connector AG das EBITDA um EUR 0,7 Mio.

    Die wichtigsten Entwicklungen der betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2013:

    • Die Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zurück, von EUR 82,5 Mio. auf EUR 79,4 Mio.
    • Der Anstieg der Personalaufwendungen um EUR 12,9 Mio. ist auf den Anstieg des durchschnittlichen Personalbestandes um 270 Mitarbeiter zurückzuführen. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl beruht im Wesentlichen aus der Übernahme von Mitarbeitern akquirierter Unternehmen.
    • Die Sonstigen Aufwendungen stiegen von EUR 73,2 Mio. in 2012 auf EUR 79,6 Mio. in 2013.

    Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen stiegen von EUR 7,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,4 Mio. in 2013. Im Zuge der Erstkonsolidierung akquirierter Unternehmen wurden Sachanlagenwerte übernommen, die im Geschäftsjahr zu höheren Abschreibungen führten.

    Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013 von erneut EUR 33,6 Mio. beinhalten eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 1,0 Mio. auf den Firmenwert der Geschäftseinheit "CGM Malaysia".

    Die Finanzerträge sanken vor allem aufgrund des Wegfalls von außerordentlichen Erträgen aus derivativen Finanzinstrumenten und einmaligen Zinserträgen aus Forderungen im Vorjahreszeitraum von EUR 7,5 Mio. auf EUR 4,3 Mio. in 2013.

    Die Finanzaufwendungen stiegen von EUR 22,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 25,9 Mio. in 2013. Die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen leicht zurück von EUR 14,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 14,1 Mio. im Berichtszeitraum. Weitere Finanzaufwendungen resultieren hauptsächlich aus nicht zahlungswirksamen Posten wie Gewinnen und Verlusten auf konzerninterne Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie Wertänderungen von Kaufpreisverbindlichkeiten. Für weitere Informationen zu Finanzerträgen und -aufwendungen verweisen wir auf den Konzernanhang, Erläuterung 27.

    Der effektive Konzernsteuersatz blieb mit 37 Prozentkonstant.

    Der Konzernjahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2013 betrug EUR 21,7 Mio. gegenüber EUR 30,4 Mio. in 2012. Der Rückgang spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung des operativen Ergebnisses und der Rentabilität sowie den Rückgang der Finanzerträge bzw. Anstieg der Finanzaufwendungen im vergangenen Geschäftsjahr wider.

    Konzernbilanz

    Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs (31. Dezember 2012) stieg die Bilanzsumme um EUR 32,8 Mio. auf insgesamt EUR 684,1 Mio. Die immateriellen Vermögenswerte stellen wertmäßig den größten Aktiva-Posten dar und unterlagen im Vergleich zum Vorjahr nur geringen Veränderungen (31. Dezember 2013: EUR 461,3 Mio.; 31. Dezember 2012: EUR 455,8 Mio.). Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 67,4 Prozent (Vorjahr: 70,0 Prozent). Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven aus Unternehmenserwerben. Bei diesen aufgedeckten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich vor allem um Kundenbeziehungen, Auftragsbestand, Software, Markenwerte sowie verbleibender Goodwill.

    Wesentliche Änderungen auf der Aktivseite der Bilanz waren der Rückgang der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um EUR 8,7 Mio., der im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der KoCo Conncector AG resultiert. Weiterhin ergaben sich eine Erhöhung der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte um EUR 20,4 Mio., sowie eine Erhöhung der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6,0 Mio. Der Anstieg der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus einer Anzahlung für den Erwerb der Imagine Gruppe. Die Transaktion wurde nach dem Bilanzstichtag, am 16. Januar 2014, abgeschlossen. Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert hauptsächlich aus Unternehmenserwerben und normalen Schwankungen. Alle übrigen Vermögenswerte unterlagen im Geschäftsjahr 2013 nur geringeren Veränderungen.

    Unter Einbeziehung des Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 21,7 Mio. für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2013 erhöhte sich das Konzerneigenkapital von EUR 179,4 Mio. zum 31. Dezember 2012 auf EUR 184,7 Mio. zum 31. Dezember 2013. Eigenkapitalmindernd wirkte sich die Dividendenauszahlung der CompuGroup Medical AG in Höhe von EUR 17,4 Mio. aus. Die Verwendung eigener Aktien in Höhe von EUR 2,0 Mio. für den Erwerb der Imagine Gruppe erhöhten das Eigenkapital um die entsprechende Summe. Darüber hinaus wirkten sich im Geschäftsjahr 2013 Wechselkursänderungen und Zinssatzänderungen (versicherungsmathematische Verluste) und Veränderung des Marktwertes des Zinsswaps mit einem Wert von insgesamt EUR 2,2 Mio. auf das Eigenkapital aus. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 27,55 Prozent zum 31. Dezember 2012 auf 26,99 Prozent zum 31. Dezember 2013.

    Im Berichtszeitraum stiegen die kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten geringfügig von EUR 471,9 Mio. zum 31. Dezember 2012 auf EUR 499,4 Mio. zum 31. Dezember 2013. Wesentliche Einzelveränderungen waren der Rückgang der kurz- und langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten um EUR 17,7 Mio., und der Rückgang der derivativen Finanzverbindlichkeiten um EUR 4,4 Mio. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch Nettokreditaufnahme um EUR 52,3 Mio.

    Wechselkursänderungen verminderten das Nettovermögen des Konzerns im Geschäftsjahr 2013 um EUR 1,3 Mio (Vorjahr Erhöhung um EUR 4,4 Mio.).

    Kapitalflussrechnung

    Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit EUR 52,3 Mio. im Vergleich zu EUR 66,9 Mio. in 2012. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich insbesondere in den nachfolgend aufgeführten Positionen:

    • Der Konzernjahresüberschuss sank im Vorjahresvergleich um EUR 8,7 Mio. auf EUR 21,7 Mio.
    • Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um EUR 8,7 Mio. auf EUR 8,6 Mio.
    • Veränderung der Rückstellungen einschließlich Ertragssteuerverbindlichkeiten um EUR -5,3 Mio. (2012: EUR 4,8 Mio.)
    • Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,0 Mio. (2012: EUR 8,7 Mio.)
    • Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,6 Mio. (2012: EUR -4,7 Mio.)
    • Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR -6,1 Mio. (2012: EUR 3,1 Mio.)

    Der negative Cash Flow aus Investitionstätigkeit stieg von EUR -53,2 Mio. in 2012 auf EUR -80,5 Mio. im Berichtsraum, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Ausgaben für Akquisitionen.

    Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 33,0 Mio. (Vorjahr EUR 18,9 Mio.). Er setzte sich im Wesentlichen zusammen aus einer Dividendenzahlung der CompuGroup Medical AG in Höhe von EUR 17,4 Mio. Im Berichtsjahr prägen Netto-Einzahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Krediten von EUR 50,5 Mio. den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

    Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

    Grundsätzlich ist CGM bestrebt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowohl auf Konzernebene als auch bei den operativen Tochtergesellschaften soweit wie möglich auf ein Minimum zu beschränken. Konzernweit nutzt das Unternehmen ein internationales Cash-Pooling-System zur Verwaltung der Bankkonten. Durch das Cash Pooling werden überschüssige Liquidität bei allen Konzernunternehmen optimiert und genutzt sowie externe Verbindlichkeiten abgebaut und die Gesamtliquidität erhöht. Der wichtigste Grundsatz des Cash-Pooling-Ansatzes ist die Führung des obersten Mutterkontos (Pool Leader) bei der CompuGroup Medical AG, der Konzernmuttergesellschaft. Dieses Unternehmen hält üblicherweise auch alle externen Verbindlichkeiten einschließlich flexibler, revolvierender Darlehen und kurzfristiger Kreditlinien, die für das tägliche Liquiditätsmanagement des Konzerns eingesetzt werden.

    Die externen Verbindlichkeiten der CompuGroup Medical AG lauten üblicherweise auf Euro und sind variabel verzinst. Das Unternehmen ist grundsätzlich bemüht, das Zinsrisiko durch Festlegung der Zinsen im Rahmen von Zinsswaps abzusichern, anstatt diese den Marktschwankungen auszusetzen. Durch die internationale Ausrichtung des Konzerns erfolgen Zahlungsein- und -ausgänge in unterschiedlichen Währungen. Generell ist das Unternehmen bestrebt, durch entsprechende Lieferantenauswahl und Standortentscheidungen natürliches Hedging zu betreiben. Das Unternehmen verwendet derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Die Entwicklung der relevanten Positionen wird regelmäßig beobachtet, um bei wesentlichen Änderungen angemessen reagieren zu können.

    Das Unternehmen verfolgt keine festgelegte Dividendenpolitik. CGM vertritt die Ansicht, dass Dividenden an langfristige nachhaltige Gewinne geknüpft sind. Ziel des Unternehmens ist es, die jährlich ausgeschüttete Dividende schrittweise kontinuierlich zu steigern oder zumindest konstant zu halten. Ausgewiesene und von den Aktionären gebilligte Dividenden werden jährlich im Zuge der jährlichen Hauptversammlung ausgeschüttet. Die Hauptversammlung findet in der Regel im Monat Mai statt.

    Kapitalstruktur

    Unternehmenserwerbe werden in erster Linie aus Fremdkapital und dem erwirtschafteten Cash Flow finanziert. Der Verschuldungsgrad wird aus dem Verhältnis der externen Verbindlichkeiten zum operativen Ergebnis ermittelt. Es wird eine Leverage-Quote (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 2,0 bis 3,0 angestrebt. Mit Blick auf das Eigenkapital ist es das Ziel des Unternehmens, jederzeit durch entsprechendes Management von Konzerngewinnen, Dividenden und Aktienrückkäufen eine Eigenkapitalquote von über 25 Prozent zu halten.

    Am 31. Dezember 2013 belief sich die Bruttoverschuldung des Konzerns gegenüber Kreditinstituten auf EUR 321,6 Mio. Der Konzern besaß Zahlungsmittel in Höhe von EUR 23,3 Mio. Für weitere Informationen über die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Fremdkapitalstruktur wird auf den Konzernanhang verwiesen.

    Im Berichtsjahr wurden neue Finanzierungen in bedeutendem Umfang abgeschlossen. Im Dezember schloss die CompuGroup Medical AG mit der SEB einen Darlehensvertrag über eine Gesamtsumme von EUR 15 Mio. ab. Bei diesem Darlehen handelt es sich um eine „term loan facility“, die zum 22. Dezember 2015 endfällig ist und über die Laufzeit nicht getilgt wird. Die übrigen Konditionen entsprechen denen der bestehenden syndizierten Kreditfazilität vom 22. Dezember 2010. Am 31. Dezember 2013 betrug die Inanspruchnahme EUR 15,0 Mio.

    Darüber hinaus schloss die CompuGroup Medical AG im Dezember einen weiteren Darlehensvertrag über eine Gesamtsumme von EUR 30 Mio. mit der Commerzbank ab. Bei diesem Darlehen handelt es sich um eine „revolving credit facility“, die zum 22. Dezember 2015 endfällig ist. Die übrigen Konditionen entsprechen denen der bestehenden syndizierten Kreditfazilität vom 22. Dezember 2010. Am 31. Dezember 2013 betrug die Inanspruchnahme EUR 18,0 Mio.

    Im Dezember 2013 schloss CGM mit der Deutsche Leasing Information Technology GmbH einen Leasingvertrag über die Implementierung und den Roll-out einer konzernweiten, standardisierten Software-Lösung inklusive eines einheitlichen ERP/CRM Systems. Die geplanten Lizenz- und Implementierungskosten betragen insgesamt EUR 16,9 Mio. und verteilen sich auf 3 Systemmodule und 6 Projektphasen. Die Implementierung soll bis Juni 2016 abgeschlossen sein.

    Ebenfalls im Dezember vereinbarte die CompuGroup Medical Deutschland AG mit der Saar LB einen Darlehensvertrag über einen Betrag von EUR 10,0 Mio. für die Finanzierung der Bürogebäude „Maria Trost 25“ und „Carl-Mand-Straße 17“. Dieses Hypothekendarlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren und wird mit einem festen Zinssatz von 2,85 Prozent verzinst. Das Darlehen valutierte per 31. Dezember 2013 mit EUR 10,0 Mio.

    Im Mai 2013 erfolgte eine Vertragsanpassung bezüglich des bestehenden Konsortial-Darlehens („Syndicated term and multicurrency revolving facilities agreement“) über EUR 330 Mio. vom 22. Dezember 2010. Der zur Zahlung von Akquisitionen bestimmte Anteil des Darlehens (sämtliche für Akquisitionen geleistete Nettozahlungen) wurde von EUR 150 Mio. auf EUR 250 Mio. erhöht. Die neben dem Konsortialdarlehen maximal mögliche zusätzliche Darlehensaufnahme wurde von EUR 70 Mio. auf EUR 100 Mio. erhöht. Es wurde eine fixe Eigenkapital-Klausel vereinbart, nach der das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme nicht niedriger als 25 Prozent sein darf. Weiterhin wurde die Höhe der möglichen Gewinnausschüttungen insofern angepasst, dass es dem Unternehmen erlaubt ist, eine Dividende von bis zu maximal EUR 0,35 pro Aktie vorzuschlagen.

    Investitionen

    Im Geschäftsjahr 2013 setzten sich die Investitionen von CompuGroup Medical wie folgt zusammen:

    Mio. EUR 2013
    Erwerb 80% der Anteile an Studiofarma und Quality in Farmacia 9,8
    Erwerb 80% der Anteile an Tekne, 100% an ÄND und sonstige 6,9
    Erwerb Minderheitsanteil an UCF Holding (verbleibende 24,9%) 8,7
    Erwerb Minderheitsanteil an Lauer-Fischer (verbleibende 12,5%) 10,0
    Erwerb andere verschiedene Minderheitsanteile 3,7
    Vorauszahlung für den Erwerb 100% der Anteile an der Imagine Gruppe 18,0
    Selbst erstellte Software und sonstige immaterielle Vermögenswerte 11,8
    Konzernweit ERP/CRM Systems (Teilprojekt) 5,6
    Sonstiges Sachanlagevermögen (abzgl. Abgänge) 6,0
    Gesamt 80,5

    Zusätzlich zu den oben aufgeführten Investitionsausgaben schloss die 100 prozentige Tochtergesellschaft der CGM AG, CGM Lab International GmbH, am 21. Dezember 2013 eine Vereinbarung zum Erwerb der vision4health Gruppe. Die Transaktion wurde am 6. Januar 2014 abgeschlossen. Der Kaufpreis wurde über bestehende und im Dezember neu abgeschlossene Kreditlinien finanziert.

    Liquidität

    Der Konzern verfügt über eine solide Liquidität. Dies resultiert zum einen aus einem starken und stabilen operativen Cash Flow. Zum anderen besteht nur geringer Investitionsbedarf zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit sowie in organisches Wachstum. Die wiederkehrenden Umsätze basieren größtenteils auf Vorauszahlungen. Das Working Capital sinkt zu Beginn aller jährlichen-, vierteljährlichen und monatlichen Zahlungsperioden deutlich.

    Das Unternehmen nutzt für solche wiederkehrenden Umsatzerlöse verstärkt das Bankeinzugsverfahren, um die Sichtbarkeit und Sicherheit der Zahlungseingänge weiter zu verbessern. Der Konzern war bislang stets in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen wie geplant und ordnungsgemäß nachzukommen. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich auch zukünftig keine Liquiditätsprobleme ergeben werden.

    Angesichts seines guten Liquiditätsprofils verfolgt der Konzern den Grundsatz, möglichst wenig Zahlungsmittel zu halten. Am 31. Dezember 2013 hielt der Konzern „revolving credit facilities“ in Höhe von EUR 170 Mio. sowie sonstige kurzfristige Kreditfazilitäten in einem Umfang von EUR 23 Mio., um übliche tägliche Liquiditätsschwankungen auszugleichen und die periodisch getätigten Vorauszahlungen der Kunden abzufedern. Diese werden in Verbindung mit den Cash-Pooling-Instrumenten eingesetzt. Der nicht verwendete Anteil dieser Kreditfazilitäten belief sich per 31. Dezember 2013 auf EUR 4442 Mio.

    Für alle Kreditfazilitäten wurden Financial Covenants vereinbart. Bei einem Verstoß gegen einen dieser Financial Covenants können die Kredite grundsätzlich unverzüglich fällig gestellt werden. Dies stellt ein Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko dar, welches im Risikobericht ausführlicher erläutert wird. Das Unternehmen hat bislang gegen keinen Financial Covenant im Zusammenhang mit irgendeinem Kreditvertrag verstoßen und war stets in der Lage, Kredite rechtzeitig zu refinanzieren.

    Back to top of page
  • Die unten stehende Tabelle fasst die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren des internen Managementsystems für die Jahre 2013 und 2012 für den Konzern zusammen.

    EUR Mio. 2013 2012 Veränderung
    Umsatzerlöse 459,6 450,6 + 9,0
    Umsatzwachstum (in %) 2,2 % 13,4 % -11,2%
    Organisches Wachstum (in %) -0,2 % 3,6 % -3,8%
    Wiederkehrende Umsatzerlöse 306,2 290,2 +16,0
    Wachstum der wiederkehrenden Umsatzerlöse (in %) 5,7% n/a n/a
    EBITDA 97,8 105,0 -7,2
    EBITDA-Marge (in %) 21,3 % 23,3 % -2,0 %
    Cash Net Income -51,7 60,0 -8,3
    Leverage (Quote) 3,03 2,39 + 0,64
    Return on Capital (in %) 7,9 % 9,0 % - 1,1 %
    Anzahl Kunden (Leistungserbringer - Jahresende) 335.000 295.000 +40.000

    Die meisten dieser Indikatoren zeigen, dass 2013 im Vergleich zum Vorjahr schwächer war. Organisches Wachstum lag 2013 bei 0 Prozent und damit deutlich unter dem historischen Durchschnitt sowie unterhalb des strategischen Unternehmensziels. Die Gründe für diese Entwicklung liegen in der stark rückläufigen Umsatzentwicklung in den USA, einem unterdurchschnittlichem Wachstum im Krankenhausgeschäft (HIS) und der stark rückläufigen Umsätze im Bereich Communication & Data. Die Auswirkungen von Akquisitionen waren im Jahr 2013 außerdem vergleichsweise gering. Dies unterstreicht noch einmal das niedrige Wachstum, das im Berichtszeitraum bei den Umsatzerlösen insgesamt erzielt wurde. Positiv ist festzuhalten, dass der Anstieg der wiederkehrenden Umsatzerlöse und der größere Kundenstamm gute Voraussetzungen für künftiges Wachstum darstellen und im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsziel stehen. Der Anstieg der Kundenzahl resultiert sowohl aus organischem Wachstum durch den Verkauf aktueller Produktlinien als auch aus Neukunden aus Unternehmenserwerben. Auch bei der Rentabilität und den finanziellen Erträgen bleibt das Jahr 2013 hinter dem Vorjahr zurück. Die EBITDA-Marge ist um zwei Prozentpunkte gesunken. Dieser Rückgang steht im Widerspruch zu dem langfristigen Ziel einer Margenerhöhung, welches das Unternehmen verfolgt. Zu dieser Entwicklung hat vor allem das erste Halbjahr 2013 beigetragen. Die Hauptgründe für die schwache Rentabilität der ersten Jahreshälfte liegen in rückläufigem Umsatz und Rentabilität in den USA. Weiterhin waren außerordentliche Aufwendungen und Anpassungen der Bewertung laufender Projekte in Schweden sowie rückläufige Umsätze im Bereich Communication & Data und Verzögerungen bei Produkteinführungen in den Bereichen Hospital Information Systems und Worflow & Decision Support Gründe für diese Entwicklung. Nachdem entsprechende Korrekturmaßnahmen ergriffen wurden, war die Umsatzrendite im zweiten Halbjahr 2013 höher als im Vorjahreszeitraum.

    Der Anstieg der Leverage-Quote ist eine kurzfristige Folge der Akquisitionen, die während des Geschäftsjahres und am Jahresende getätigt wurden. Der niedrigere Return on Capital ist unmittelbar auf die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Rentabilität zurück zu führen.

    Indikatoren zur Mitarbeiterzufriedenheit und soziales Engagement

    Der im Geschäftsjahr 2013 wiederum konstant auf niedrigem Niveau liegende Krankenstand der weltweit Beschäftigten der CompuGroup Medical ist Indikator einer hohen Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft der Belegschaft. In diesem Zusammenhang bietet die CompuGroup Medical ihren Mitarbeitern regelmäßig, in Zusammenarbeit mit ihrem Betriebsarzt, die Möglichkeit, sich einer Grippeschutzimpfung, Krebsvorsorgeuntersuchung sowie einer Augenuntersuchung zu unterziehen.

    Seit der Eröffnung am 4. September 2009 wurde der Kindertagesstätte, welche sich im Koblenzer Technologiepark von CompuGroup Medical befindet, eine sehr hohe Akzeptanz zuteil. Zum 31. Dezember 2013 sind alle der 32 Plätze umfassenden Einrichtung vergeben. Die Betreuung erfolgt durch sechs erfahrene Erzieherinnen.

    Im September 2012 eröffnete CompuGroup Medical das firmeneigene CGM Health Center in Koblenz. Auf einer Fläche von 850 m² bietet es Mitarbeitern ein umfangreiches Angebot an Sport-, Präventiv- und Gesundheitsaktivitäten. Das CGM Health Center wurde gemeinsam mit renommierten Fitnessexperten entwickelt und punktet mit innovativen Gesundheitskonzepten im betrieblichen Umfeld. Beispielsweise sind die Kraft- und Ausdauergeräte elektronisch miteinander vernetzt. So werden alle Trainingseinheiten optimal gesteuert und dokumentiert und ein sicheres und effektives Training gewährleistet: Der Mitarbeiter erhält zu jeder Zeit einen Überblick über seine sportlichen Aktivitäten und kann gemeinsam mit seinem Trainer Fortschritte ausmachen oder den persönlichen Trainingsplan anpassen. Das Besondere am CGM Health Center: Mitarbeiter können den großzügigen Ausdauer- und Kraftbereich kostenlos nutzen. Daneben werden verschiedene Kurse, Physiotherapie, Krankengymnastik und Massagen angeboten. CGM baut sein Programm zum betrieblichen Gesundheitsmanagement kontinuierlich aus.

    Mit den geschaffenen Einrichtungen profitieren Mitarbeiter nun von Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und Ergonomie am Arbeitsplatz, von medizinischer Vorsorge und Sportveranstaltungen oder von der gesunden Ernährung im Unternehmensbistro sowie der Kindertagesstätte, die junge Eltern beim Wiedereinstieg ins Berufsleben unterstützt.

    Personalbeschaffung und -entwicklung

    Infolge kontinuierlich steigender Qualifikationsanforderungen an Fach- und Führungskräfte liegt in der Rekrutierung neuer qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiger Aufgabenbereich der Personalarbeit.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CompuGroup Medical-Konzerns sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Durch ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen und das große Engagement für die Unternehmensziele wird ein entscheidender Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet. Kontinuierlich werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Infolge hoher Qualifikation und der über die Zeit hinweg gesammelten Branchenkenntnisse der Mitarbeiter ist es dem CompuGroup Medical-Konzern möglich, den überwiegenden Teil offener Führungspositionen auf nationaler und internationaler Ebene aus den eigenen Reihen zu besetzen und dadurch vorhandenes Know-how im Unternehmen zu sichern und weiter auszubauen. Hierzu hat CompuGroup Medical verschiedene Abläufe implementiert, um effektiv agieren zu können. Zum einen hat CompuGroup Medical eine eigene interne Business-Akademie eingerichtet, die qualifizierte, bereits zum Konzern gehörende Mitarbeiter auf eine Laufbahn im mittleren und oberen Management vorbereitet. Die Business- Akademie der CompuGroup Medical ist in ihrer Ausprägung und hinsichtlich der Qualität eine einzigartige innerbetriebliche Weiterbildungseinrichtung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Koblenz.

    Darüber hinaus findet im Konzern eine regelmäßige Leistungsbeurteilung der Beschäftigten statt, um evaluieren zu können, ob und in welchem Umfang Fortbildungsmaßnahmen durchzuführen sind. Die Personalabteilung koordiniert und unterstützt die Mitarbeiter bei der Auswahl und Durchführung ihrer individuell abgestimmten Fortbildungsmaßnahmen. Die Effektivität der Schulungsmaßnahmen wird ebenfalls analysiert und die Maßnahmen qualitätssteigernd angepasst.

    Mitarbeiter

    Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 waren weltweit 3.949 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CompuGroup Medical-Konzern beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 386 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bzw. 11 Prozent. Betrachtet man die Mitarbeiterentwicklung für den Zeitraum 2008 bis 2013, liegt der durchschnittliche Anstieg bei etwa 9 Prozent pro Jahr. Der Mitarbeiterzuwachs im Geschäftsjahr 2013 resultiert im Wesentlichen aus den Akquisitionen.

    Im derzeit umsatzstärksten Markt Deutschland beschäftigte die CompuGroup Medical im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 1.753 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was einem prozentualen Anteil von etwa 45 Prozent bezogen auf die Gesamtmitarbeiterzahl im Konzern entspricht.

    Im Konzern wird eine Einteilung der Mitarbeiter in die Bereiche Softwareentwicklung, Vertrieb, Verwaltung, Professional Service und Support vorgenommen. Nachfolgende Graphik gibt Auskunft über die Anzahl der Beschäftigten je Bereich:

    Back to top of page